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10.05.2007 

Von den sechs von Investoren als bedeutsam erachteten Themen würde nur über „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und „Umgang mit knappen Ressourcen“ intensiv berichtet, stellt die Studie fest. Mit großem Abstand folge ein „familienfreundliches Arbeitsumfeld“. Soziales und Mitarbeiter werden extrem oberflächlich behandelt, urteilt Wolff. Korruptionsbekämpfung, Rüstungsgeschäfte und das Geschlechterverhältnis würden kaum erwähnt. Selten seien Wirtschaftsbelange integriert und wenn, so nicht aus einer übergreifenden, langfristigen Perspektive. Ähnliches ergab eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG 2005.

Die Fondsmanager und Analysten stuften meist den Nachhaltigkeitsbericht von Henkel als hervorragend ein. Er überzeuge mit konkreten Zahlen und Zielen und selbstkritische Offenheit für alle drei Nachhaltigkeitsbereiche Ökologie, Soziales und Ökonomie. Positive Beispiele seien auch Adidas, BMW, Münchener Rück, Unilever, Volkswagen, Deutsche Telekom, EVN, die HVB Gruppe, Intel, Natura Cosmeticos und die Rabobank.

Zu den zehn besonders umfangreich kommunizierenden Unternehmen zählen laut Thilo Tern Bayer, BMW, Deutsche Lufthansa und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Bankengruppe). Nachdem BASF schon länger Geschäfts-, Umwelt- und Sozialbericht integriert, erweitern nun andere Unternehmen ihre Geschäftsberichte um Nachhaltigkeitsthemen, so auch E.on, RWE und Volkswagen.

Zehn der 122 untersuchten Unternehmen berichten gar nicht oder kaum über Nachhaltigkeit. „Das sind vor allem Finanz- und Immobilienunternehmen, aber auch Hugo Boss oder Klöckner & Co“, sagt Tern.


Nachhaltige Bilanz:

Standards: International akzeptiert sind die Leitlinien und der Kriterienkatalog für die Nachhaltigkeitsberichte der Global Reporting Initiative. Deren aktuelle dritte Version (GRI-3) wurde vor kurzem auch in deutscher Sprache veröffentlicht. „Dies wird der Berichterstattung zu ökologischen und sozialen Themen in Deutschland einen Schub geben“, sagt Joachim Ganse, Geschäftsführer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte Cert Umweltgutachter GmbH.

Leitlinien: Wie Unternehmen glaubwürdig Mitarbeiter, Aktionäre und Gesellschaft über die Wahrnehmung ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung informieren können, stellt die Broschüre „Nachhaltigkeitsberichterstattung – Empfehlungen für eine gute Unternehmenspraxis“ dar, die das Bundesumweltministerium in der vergangenen Woche veröffentlichte. Die Leitlinien wurden in Zusammenarbeit mit Unternehmen, mit den Gewerkschaften, mit Verbraucher- und Wirtschaftsverbänden sowie mit Nichtregierungsorganisationen erstellt.

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