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01.04.2008 

„Ich glaube, dass es ein großer Fehler ist, alle Staatsfonds über einen Kamm zu scheren“, betont ein Londoner Investmentbanker. Das Misstrauen westlicher Politiker richte sich vor allem gegen einige wenige mächtige Länder wie China oder Russland mit umstrittenen politischen Regimen, und dieses Unbehagen werde sich nicht leicht zerstreuen lassen. Dagegen glaubt Snyder, „dass sich unter den richtigen Bedingungen das Engagement der Staatsfonds nicht nur für alle beteiligten Länder sondern für die Weltwirtschaft insgesamt auszahlen wird“.

Um den drohenden Konflikt zu entschärfen, haben die führenden Industrienationen den Internationalen Währungsfonds (IWF) beauftragt, in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Staatsfondsländern Verhaltensregeln für die Sovereign Wealth Funds zu erarbeiten. Die geplanten Statuten sollen sicherstellen, dass die Fonds ihre Investitionen unabhängig von der jeweiligen Regierung tätigen. In einem vor kurzem veröffentlichen Arbeitspapier, schreibt der IWF, „die Vereinbarungen zur Führung sollten die Unabhängigkeit der SWFs bei ihren Investitionsentscheidungen vorsehen, sowohl im operativen und fachlichen wie auch im politischen Sinne“.

Gleichzeitig kommt der IWF aber zu dem Schluss, dass die staatlichen oder staatlich kontrollierten Fonds sich bislang von geschäftlichen und nicht von politischen Interessen hätten leiten lassen. Nach der Mitte April anstehenden Frühjahrstagung des Währungsfonds soll eine Arbeitsgruppe Verhandlungen mit den Staatsfondsländern aufnehmen und Vorschläge für einen Verhaltenskodex entwickeln, der dann auf der Herbsttagung des Fonds im Oktober verabschiedet werden könnte.

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