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08.05.2008 

Verantwortlich für den sensationellen Start ist eine Wette, die für die Experten des Alpha-Magazines schlicht der beste Hedge-Fonds- Coup aller Zeiten ist. Paulson war einer der ersten, die erkannten, dass das boomende Geschäft mit Ramschkrediten am überhitzten US-Immobilienmarkt irgendwann kollabieren musste. Er begann, auf genau diese Katastrophe zu spekulieren. Jetzt, da die Wall Street unter milliardenschweren Verlusten aus der Subprime-Krise ächzt, und die gesamte US-Wirtschaft langsam Richtung Rezession schlittert, fährt Paulson die Ernte seiner Spekulation auf den Absturz ein.

Ihm ist durchaus bewusst, dass er sein Glück dem Unglück von Millionen von Hypothekenschuldnern verdankt, die ihre Kredite nicht mehr bezahlen können und ihre Häuser verlieren. Immer wieder betont er, dass es nicht die Hedge-Fonds waren, die die Subprimeblase aufgepumpt hätten, sondern skrupellose Kreditvermittler und die Investmentbanken, die die Ramschdarlehen mit ihren Verpackungskünsten in komplexe, kaum noch durchschaubare Derivate verwandelt haben. Ein wenig scheint das schlechte Gewissen Paulson aber doch zu plagen, im Herbst spendete er 15 Mill. Dollar für die Gründung einer gemeinnützigen Einrichtung namens Institute for Foreclosure Legal Assistance. Die soll Familien helfen, die von Zwangsversteigerungen und Ruin bedroht sind.

Paulson stammt selbst aus kleinen Verhältnissen im New Yorker Stadtteil Queens. Aber auch wenn er noch immer in der gleichen Stadt lebt, hat er sich von den bescheidenen Anfängen weit entfernt. Heute nennt der Selfmademan all jene Statussymbole sein Eigen, die aus dem Leben der Hedge-Fonds-Elite nicht wegzudenken sind. Mit Frau und zwei Kindern lebt Paulson in einem prächtigen fünfstöckigen Stadthaus. Stolze 2 600 Quadratmeter auf der Upper East Side, gleich um die Ecke der Fifth Avenue und des Metropolitan Museums. Vor kurzem legte er sich ein Strandhaus in den Hamptons zu, komplett mit Pool und Ballsaal. Selbst hier profitierte er von der Immobilienkrise: Laut Wall Street Journal bezahlte er rund 40 Mill. Dollar für das Anwesen, sechs Mill. weniger als die Eigentümer ursprünglich haben wollten.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Paulson wettet weiter auf die Krise

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