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HANDELSBLATT, Freitag, 14. März 2008, 13:25 Uhr
Investmentidee

Von steigenden Goldpreisen profitieren

Von Matthias von Arnim

Gold wirft keine Zinsen ab, Gold produziert nichts. Im Gegenteil: Wer sich die Barren in einen Safe legt, muss dafür sogar Gebühren zahlen. Und doch gibt es gute Gründe, auf das Edelmetall zu setzen. Mit Gold- und Goldminen-Zertifikaten können Anleger von steigenden Goldpreisen profitieren. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.


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DÜSSELDORF. "Nüchtern betrachtet, gibt es eigentlich kaum etwas Sinnloseres, als in Ziegelform gepresstes glänzendes Metall zu kaufen und es im Keller einzusperren", sagt Funda Tarhan von ABN Amro. "Dennoch gehen wir davon aus, dass es in naher Zukunft keine schlechte Idee sein wird, weiterhin auf Gold zu setzen."

Denn gerade in Krisenzeiten gilt Gold als sichere Geldanlage. Wenn die Bären losgelassen werden und es an den Börsen kracht, steigt die Sucht nachdem gelben Metall. Seit Jahrzehnten ist das zu beobachten, es ist eine sich immer wieder selbst erfüllende Prophezeiung, so auch in diesen Tagen. Innerhalb der vergangenen sechs Monate ist der Goldpreis um 50 Prozent gestiegen. Für eine Unze Gold werden derzeit fast 1 000 Dollar bezahlt. Lässt man Inflation und Kaufkraft außen vor, ist das ein Rekord.


Tabelle  Infografik: Goldpreis-Zertifikate für chancenorientierte Anleger


Einmal jährlich veröffentlicht das World Gold Council in London eine Studie zur weiteren Entwicklung des Goldmarktes. Mitte Februar war es wieder so weit. Das Papier liest sich wie eine Kaufempfehlung für das glänzende Metall. Die größte Gold-Nachfrage kommt demnach mit 2 426 Tonnen jährlich aus der Schmuckindustrie. Vor allem in China (+23 Prozent) und Russland (+35 Prozent) scheint der wachsende Geldadel zunehmend Spaß an Goldschmuck zu finden.

Der Goldverbrauch im Schmucksektor nahm weltweit um 6 Prozent zu. Der industrielle Sektor verbraucht immerhin 465 Tonnen (+2 Prozent) für Taschenrechner, Waschmaschinen oder Mobiltelefone. 22 Prozent mehr Münzen und fünf Prozent mehr Goldbarren wurden 2007 gepresst. Insgesamt wuchs die Goldnachfrage im vergangenen Jahr um vier Prozent. Spannend ist vor allem folgender Vergleich: Während im vergangenen Jahr die Goldnachfrage bei 3 547 Tonnen lag, fiel das Angebot auf 3 469 Tonnen.


Gut für Anleger: Täglich eine neue Investmentidee auf Handelsblatt.com !

Die Nachfrage liegt im Moment also höher als das Angebot, und die Minenproduktion sinkt sogar trotz des Preisanstiegs. Im wichtigsten Förderland Südafrika wurden 1970 jährlich noch 1 000 Tonnen gefördert, 2007 waren es noch 272 Tonnen, und 2008 werden es noch weniger sein. Der Förder-Peek ist längst überschritten. Nach Angaben des US Geological Survey betragen die wirtschaftlich abbaubaren Goldreserven weltweit noch 42 000 Tonnen. Dazu kommen etwa 50 000 Tonnen, die mit heutiger Technik nicht wirtschaftlich abbaubar sind und 160 000 Tonnen, die von der Menschheit bereits aus der Erde geholt wurden. Mehr gibt es nicht. Jährlich kommen derzeit noch 2 444 Tonnen aus den Bergwerken. Selbst wenn noch neue, revolutionäre Fördertechniken entwickelt werden sollten, wird allerspätestens in 40 Jahren der letzte Nugget aus einer Mine gefördert worden sein. Vermutlich aber ist schon in 17 Jahren Schluss.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Warum Gold-ETFs boomen


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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