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HANDELSBLATT, Dienstag, 8. April 2008, 07:00 Uhr
Abgeltungsteuer

Papiere mit Puffer

Von Daniel Schönwitz, Wirtschaftswoche

Wer jetzt investiert, kann die Abgeltungsteuer noch vermeiden. Welche Zertifikate für Steuersparer geeignet sind.


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Zertifikateanleger können sich noch für die Abgeltungsteuer rüsten. Foto: Archiv
Bild vergrößernZertifikateanleger können sich noch für die Abgeltungsteuer rüsten. Foto: Archiv

In gut neun Monaten beginnt für Anleger eine neue Ära. Ab dem 1. Januar 2009 gilt für Kapitalerträge statt des persönlichen Steuersatzes von bis zu 45 Prozent ein Pauschalsatz von 25 Prozent. Klingt zunächst nicht schlecht, aber ein Pfeiler der Abgeltungsteuer birgt für Millionen Sparer Sprengstoff: Künftig sind Spekulationsgewinne auch nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerpflichtig – das Steuerprivileg für geduldige Anleger, die Kursgewinne bisher nach einem Jahr ohne Abzug einstreichen konnten, gehört also bald der Vergangenheit an.


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E.ON AG Eon AG
Chart: E.ON AG Eon AG
Analystenmeinung

Besonders streng sind die Regeln für Zertifikate. Anders als bei Aktien oder Fonds können Anleger die Steuerfreiheit nicht einfach bis weit in die Zukunft retten, indem sie bis zum Stichtag am 31. Dezember investieren: Wer jetzt ein Zertifikat kauft, muss spätestens am 30. Juni 2009 aussteigen, um abgabenfrei davonzukommen. Danach sind alle Erträge steuerpflichtig, egal, ob die Spekulationsfrist abgelaufen ist oder nicht. Davon ausgenommen sind lediglich Zertifikate, die schon vor dem 15. März 2007 im Depot lagen.

Die gegenüber Aktien drastisch verkürzte Übergangsfrist haben die Koalitionäre kurz vor der Verabschiedung noch ins Gesetz geschrieben. Sie fürchteten, dass gewiefte Banker massenhaft Papiere basteln könnten, die Anlegern bei niedrigem Risiko steuerfreie Gewinne bescheren. Wer dem Fiskus trotz der erschwerten Bedingungen ein Schnippchen schlagen will, muss in den nächsten Wochen handeln. Das Zeitfenster schließt sich in einem Vierteljahr. Wenn die einjährige Spekulationsfrist im Juni 2009 noch läuft, wird aus der angepeilten Abgabenfreiheit nichts.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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