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 HANDELSBLATT, Mittwoch, 23. April 2008, 16:00 Uhr
Finanzprofis fordern höhere Markttransparenz

Die Zertifikate-Welle ebbt ab


Der deutsche Zertifikatemarkt, der sich für die Banken zu einem Milliardengeschäft entwickelt hat, stößt an seine Grenzen. Nach Einschätzung von Finanzprofis werden sich Zertifikate künftig deutlich langsamer verbreiten.


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FRANKFURT. Das zeigt das „Trendbarometer Zertifikate“ – eine Umfrage der Berliner Steinbeis Hochschule und HSBC Trinkaus in Kooperation mit dem Handelsblatt und dem Fachmagazin „Zertifikate-Berater“ unter 151 Bankberatern und Vermögensverwaltern. Im vergangenen Jahr ist der Anteil von Zertifikaten in den Depots deutscher Privatanleger laut Trendbarometer um ein Drittel auf 13 Prozent gestiegen. Für die nächsten drei Jahre sagen die Experten jedoch nur einen Anstieg auf 14 Prozent voraus. Damit würde eine lange Periode zweistelliger Wachstumsraten enden, in der sich das Marktvolumen auf gut 130 Mrd. Euro vervielfacht hat.

Der Erfolg des Segments, in dem die deutsche Finanzbranche führend ist, beruht vor allem auf den innovativen Strukturen vieler Zertifikate. Diese synthetischen Wertpapiere bilden mit Hilfe von Optionen die Entwicklung von Indizes, Aktien, Währungen oder Rohstoffpreisen ab. Anlegern bieten sie dabei einen zusätzlichen Sicherheitspuffer.

Als Hemmnisse für weiteres Wachstum sehen die Experten vor allem die Komplexität von Zertifikaten, deren hohe Kosten sowie die ungebremste Produktflut am Markt. Die Anbieter suchen nun nach neuen Strategien, um den Absatz wieder zu beleben. Denn das Umfeld für die Branche wird schwieriger: „Alle Anzeichen sprechen für einen Reifegrad der Zertifikatebranche, wie ihn die Fondsindustrie seit einigen Jahren schon hat“, sagt Heiko Weyand, Zertifikate-Experte bei HSBC Trinkaus.

Seit Jahresanfang ist das Marktvolumen bereits leicht gesunken, auch die Zertifikate-Umsätze an den Börsen in Stuttgart und Frankfurt sind rückläufig. Dies liegt zum einen an der Börsenschwäche, die auch vor Zertifikaten nicht haltmacht. Gelitten hat das Vertrauen der Anleger aber auch darunter, dass sie an hektischen Handelstagen bei mehreren Banken wegen technischer Probleme nur eingeschränkt handeln konnten.

Obendrein leiden Zertifikate unter der besonderen Übergangsregelung zur Abgeltungsteuer, die sie im laufenden Jahr gegenüber Fonds und anderen Anlageformen benachteiligt. Im zweiten Halbjahr, wenn die Fondsbranche zum Steuer-Schlussverkauf trommeln wird, dürfte das weitere Absatzeinbußen zur Folge haben.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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 Nikkei 225 14.219,48 -1,00%
 DJGTitans 194,80 +0,10%
 Euro(USD) 1,5462 +0,14%
 Euro-Bund 113,25 +0,06%
 Gold NY 881,25 +1,88%
 Rohöl ($/B) 123,25 +1,22%
DAX 30 TOPS+FLOPS
 Continental 82,60 +4,29%
 TUI 18,23 +3,70%
 Metro 51,93 +3,65%
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Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

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Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
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