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HANDELSBLATT, Dienstag, 29. April 2008, 10:50 Uhr
Zertifikate

Profis legen Wert auf Liquidität

Von Eva Neukirchen


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Vermögensverwalter haben Mitte April Indexpapiere auf den Dax, den MDax und den Euro Stoxx 50 verkauft. In neue Derivate haben die Finanzprofis dagegen nicht investiert.


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Liquidität schaffen - so hieß die Devise der Vermögensverwalter im Beobachtungszeitraum vom 9. bis 16. April. Überwiegend wurden Zertifikate auf die großen Indizes verkauft - eine Reinvestition der Erlöse in den Zertifikatemarkt fand dagegen nicht statt. Das zeigt die Liste der Top-Transaktionen von Vermögensverwaltern, ermittelt von der unabhängigen Ratingagentur First Five.

Bei zwei so genannten Capped Bonuszertifikaten reichte den Profis entweder der Sicherheitspuffer oder die maximal erzielbare Restrendite nicht. Oder sie setzen auf günstigere Einstiegskurse.

Ein Finanzexperte trennte sich von einem Capped Bonuszertifikat auf den Euro Stoxx 50, das erst im vergangenen Dezember aufgelegt worden war. Der Sicherheitslevel des Zertifikats liegt bei 2 849 Punkten – knapp 25 Prozent unterhalb des aktuellen Kurses. Das Zertifikat notiert derzeit knapp unter dem Ausgangsniveau, aber mehr als 15 Prozent höher als beim Kurseinbruch Mitte März.

Einen höheren Sicherheitspuffer und dafür eine geringere Restrendite hatte das Produkt mit dem Dax als Basiswert. Dass sich die Börsenkurse in der nächsten Zeit erholen und ihre deutlichen Verluste seit Jahresanfang wettmachen, scheinen auch andere Vermögensverwalter nicht zu glauben. Das zeigen die Verkäufe der beiden UBS-Indexpapiere auf den Dax und den MDax. Indexzertifikate bilden die Entwicklung des Basiswertes proportional ab und bieten somit keine Sicherheitspuffer in Zeiten fallender Kurse. Besser eignen sich da Teilschutzprodukte, wie etwa Bonuspapiere oder Diskountzertifikate, die auch noch Gewinne bringen können, wenn die Kurse leicht fallen oder stagnieren.


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Auf der Verkaufsliste eines Verwalters stand ein Indexzertifikat auf den Indi- Zins-Index. Das Papier der Landesbank Berlin spiegelt einen Index wider, der im Geldmarkt investiert ist und zusätzlich Erträge durch den Kauf und Verkauf von Futures auf den Bobl (Bundesobligationen) und den Bund (10-jährige Bundesanleihe) erwirtschaften soll. Als Grundlage für die Entscheidung, welche Positionen im Future eingenommen wird, dient ein sogenanntes Trendfolgemodell.

Das Modell analysiert wöchentlich die Wertentwicklung von festverzinslichen Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten - in diesemFall einer fünf- und einer zehnjährigen Rentenanlage. Ausgewählt wird dann jeweils die Laufzeit, die den stärksten Trend aufweist. Grund für den Verkauf war offenbar die zu geringe Rendite. Ende 2006 wurde das Zertifikat zu 100 Euro auf den Markt gebracht. Und nun zum ähnlichen Kurs wieder verkauft.


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Wer in diesen Tagen nach dem smartesten Banker an der Wall Street sucht, hat es schwer. Die Finanzkrise hat die Reputation fast aller Finanzprofis ramponiert. Wenn es in dieser trüben Zeit überhaupt noch einen Glanzpunkt gibt, dann ist es Ihr Vermögensverwalter Blackrock, Mr. Fink. Eine E-Mail an laurence.fink@blackrock.com.

Von Torsten Riecke

MARKTINFORMATIONEN
 DAX 7.003,17 -0,97%
 L-Dax 6.988,41 -1,25%
 TecDAX 835,29 -1,32%
 L-TecDAX 834,30 -1,51%
 Dow 12.745,88 -0,94%
 Nasdaq 1.960,29 -0,33%
 Nikkei 225 13.565,91 -0,65%
 DJGTitans 191,81 -0,21%
 Euro(USD) 1,5470 +0,09%
 Euro-Bund 115,14 +0,53%
 Gold NY 876,00 -0,11%
 Rohöl ($/B) 124,52 +2,22%
DAX 30 TOPS+FLOPS
 E.ON 126,700 +0,88%
 Dt. Telekom 11,79 +0,34%
 Fresenius 34,60 +0,29%
 Dt. Börse 98,25 -3,77%
 BMW 36,20 -4,11%
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Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

Ja, 200 Dollar sind durchaus realistisch.

Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
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