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HANDELSBLATT, Montag, 12. Mai 2008, 11:29 Uhr
Zertifikate

Auf der Suche nach sechs Prozent


Ein neues „Express“ hat Merrill Lynch emittiert. Die Schwelle liegt bei 2 000 Dax-Punkten, die Rendite bei sechs Prozent p.a.. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.


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Tabelle: Das Zertifikat im Detail. Zur Vollansicht bitte anklicken. Quelle: Handelsblatt ZertifikateNews.
Bild vergrößernTabelle: Das Zertifikat im Detail. Zur Vollansicht bitte anklicken. Quelle: Handelsblatt ZertifikateNews.

Wie kann ich sechs Prozent Rendite bei nur geringem Risiko erzielen? Und das bei zwei Jahren Laufzeit. Eine Möglichkeit ist das „6 Prozent Optizins-Zertifikat“, das die US-Investmentbank Merrill Lynch neu auf den Markt gebracht hat. Anleger erhalten an zwei Stichtagen jeweils eine sechsprozentige Bonuszahlung, solange der Dax an diesen beiden Tagen mindestens auf der Schwelle von 2 000 Punkten notiert.

Falls nicht, entfällt am ersten Stichtag die Bonuszahlung und beim zweiten Beobachtungstag wird in diesem Fall das Zertifikat entsprechend der Dax- Entwicklung zurückbezahlt. Bei einem aktuellen Ausgangswert von 7 000 Punkten würde bei einem Stand von 1 750 Zählern am Fälligkeitstermin Ende April 2010 der Anleger beispielsweise nur noch ein Viertel des Nennwerts erhalten.


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„Ein Unterschreiten der Schwelle halten wir für eher unwahrscheinlich, schließlich notierte der Dax in den vergangenen zehn Jahren immer über 2 000 Punkte“, sagt Felix Pachernegg, Derivat-Experte bei Merrill Lynch.

Die Optizins-Konditionen sind besser als bei so genannten Capped-Bonus- Produkten auf den deutschen Leitindex mit einer Zielrendite von sechs Prozent. Die Risikoschwelle liegt bei ähnlicher Laufzeit bei 4 000 Punkten, auch wenn es mit der Laufzeit bis Ende April 2010 aktuell keine Produkte gibt.

Das Verlustrisiko bei Capped-Bonus- Produken ist anders. Schließlich verlieren Anleger die Bonusrendite, wenn die Schwelle nur an einem Handelstag gerissen wird. Im Gegensatz zum Optizins, bei dem es nur auf zwei Stichtage ankommt.

Ähnliches gilt für Discounter: Der Höchstbetrag liegt unter den gleichen Bedingungen bei 4 900 Zählern. Und solange der Index zum Stichtag oberhalb dieser Marke notiert, sind die sechs Prozent sicher. Im Gegenzug für die mehr als doppelt so hohe Schwelle gegenüber dem Optizins ist das Risiko geringer - auch gegenüber Capped-Bonus- Zertifikaten. Bei gut 4 300 Zählern zum Stichtag hätte der Anleger seine Kapitaleinsatz wieder raus, da der Discounter derzeit für etwas mehr als 43 Euro gehandelt wird.

Doch Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, bei einer Insolvenz des Emittenten würde der Anlager vermutlich leer ausgehen. Allerdings dürfte die Insolvenz einer großen USBank eher unwahrscheinlich sein - wie die Rettungsaktion der US-Notenbank im Fall Bear Stearns gezeigt hat.

Ein Blick auf „sicherere“ Anlagen zeigt: 3,84 Prozent Rendite bringt ein börsennotiertes Bundeswertpapier aktuell mit ähnlicher Laufzeit. Mehr können Anleger derzeit mit Festgeld erzielen. Die isländische Kaupthing Bank bietet 5,20 Prozent - allerdings bei einer maximalen Laufzeit von zwölf Monaten. Gesichert sind aber nur 20 000 Euro, und das Angebot bezieht sich nur auf Neukunden.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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