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09.04.2008 

Lupe

Die Emittenten bieten derzeit im Wesentlichen zwei verschiedene Arten von Lock-In-Produkten an: Zertifikate mit einer oder mehreren Lock-In-Stufen, die vorher fix festgelegt sind und Zertifikate mit einer dynamischen Gewinnsicherung. Ein Beispiel für ein Produkt mit mehreren Lock-In-Stufen ist das Euro Stoxx Lock-In-Zertifikat von der Société Générale (WKN SG2403). Ausgehend vom Startwert im November 2005 wurden bei der Emission des Zertifikats Gewinnschwellen definiert, bei deren Erreichen die positive Performance fixiert und die Kapitalgarantie auf dieses Niveau erhöht wird. Diese Lock-In-Levels liegen bei 115%, 130%, 145% und immer so weiter in 15%-SchrittenvomAusgangswert entfernt. Wird einer dieser Level erreicht, wird die Rückzahlung dieses Betrages zum Laufzeitende auf jeden Fall gesichert. Wäre der Euro Stoxx vorher unter das Absicherungsniveau von 2 324,43 Punkten gefallen, hätte sich der Mechanismus in Luft aufgelöst. „Dazu kann es bei diesem Zertifikat aber jetzt schon nicht mehr kommen“, erklärt Peter Bösenberg von der Société Générale. „Denn am 24.2.2006 hat der Euro-Stoxx-50-Index bei 3826 Punkten geschlossen, und der erste Lock-In-Level bei 3 818,71 Punkten wurde aktiviert.“ Damit ist das Total- Verlustrisiko also schon seit zwei Jahren ausgeschlossen.

Mittlerweile wurde auch die zweite Lock-In-Stufe bei 4 316,81 Punkten überschritten. Das bedeutet für das Zertifikat: Pro Stück werden am Laufzeitende mindestens 130 Euro ausbezahlt - völlig unabhängig davon, wie sich der Index zukünftig entwickelt. Steigt der Euro Stoxx weiter darüber hinaus, partizipieren Anleger davon eins zu eins. Erklimmt der Index den nächsten Lock-In-Level bei 4 814,90 Punkten, werden am Ende mindestens 145 Euro pro Zertifikatausgezahlt. Wer Wert auf niedrige Gewinnstufen legt, der findet bei der ING Bank ein passendes Produkt (WKN: A0JYU8). Bereits jede fünfprozentige Steigerung des Basiswertes Euro Stoxx 50 wird „eingelockt“. Die Gewinnsicherung erfolgt jeweils Mitte jedes Monats. Im Gegenzug für die niedrige Lock-In-Stufe ist der Gewinn begrenzt. Nur 7,2 Prozent Anstieg werden berücksichtigt - egal wie hoch der Euro Stoxx 50in einem Monat steigt. Seit der Emission im Juni 2006 wurde zweimal der Gewinn „gekappt“. In den Zeiträumen Juli/August 2006 und März/April 2007 stieg der Basiswert um mehr als acht Prozent.

Derzeit notiert das Produkt mit einer Laufzeit bis Juni 2009 bei etwa 119 Euro, garantiert ist ein Rückzahlungsbetrag am Laufzeitende von 125 Euro. Der wurde im Juni 2007 mit dem Stand von 4 530 Punkten erreicht. Bis zum Laufzeitende ist bei diesem Zertifikat eine Verzinsung von mehr als 3,5 Prozent garantiert. Mittlerweile notiert der europäische Standardwerteindex um mehr als 20 Prozent niedriger als noch bei seinen Höchstständen Mitte des vergangenen Jahres. Er muss also bis Juni des kommenden Jahres wieder deutlich Fahrt aufnehmen, um mehr als die Mindestverzinsung zu erreichen. Nach Meinung der ING Diba müssen Gewinne, falls das Zertifikat nach dem ersten Lock-In gekauft wurde, auch nach einem Jahr Laufzeit komplett versteuert werden.
>>> Fortlaufend erweitert: Die besten Fonds zum Durchklicken

Lesen Sie weiter auf Seite 3: All-Time-High-Zertifikate

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