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24.04.2008 

Tabelle: Ausgwählte Zertifikatefonds. Zur Vollansicht bitte anklicken. Quelle: Handelsblatt ZertifikateNews.Lupe

Tabelle: Ausgwählte Zertifikatefonds. Zur Vollansicht bitte anklicken. Quelle: Handelsblatt ZertifikateNews.

Zertifikatefonds-Manager, die überwiegend in Discount-Papiere investieren, haben nicht mit Sicherheitsbarrieren zu kämpfen wie ihre Bonus-Kollegen. Trotzdem sind Discount-Zertifikate in volatilen Zeiten ein zweischneidiges Schwert: Einerseits kann sich ein Kauf neu emittierter Zertifikate jetzt besonders lohnen. Denn je höher die Volatilität ist, desto teurer können die Zertifikate- Emittenten die Optionen auf den Basiswert verkaufen, der dem jeweiligen Zertifikat als Grundlage dient. Mit anderen Worten: Je höher die Volatililtät, desto mehr Rabatt auf den Basiswert gibt es beim Kauf des Zertifikats.

Bereits emittierte Discount-Zertifikate verlieren in volatilen Zeiten allerdings an Wert. Das ist schlecht für Fonds, die bereits voll in solche Papiere investiert sind. Hier hilft nur Hoffen auf den baldigen Wiederaufschwung - denn mit sinkender Volatilität erholen sich auch die Kurse der Zertifikate. Steigen jedoch die Kurse, sind hier klassische Aktienfonds im Vorteil. Ansgar Guseck von der Sauren Fonds-Research AG hält Zertifikatefonds vor diesem Hintergrund für „ein eher uninteressantes Thema.“

Mithilfe von Zertifikaten könne man durch die verschiedenen Auszahlungsdiagramme zwar interessante Strukturen darstellen, so Guseck, „allerdings gehen sie mit jedem höheren Renditeversprechen auch ein höheres Risiko ein - und umgekehrt. Wenn ein Fondsmanager nicht plausibel darlegen kann,wie er durch den Einsatz von Zertifikaten einen echten Mehrwert erzielen kann, bleibt der Nutzen eines Zertifikatefonds unklar.“


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Auch Zertifikatefonds, die nicht nur in Bonus- oder Discount-Papiere investieren, haben in den vergangenen Monaten nicht besonders gut abgeschnitten. Im Gegenteil: Die Fonds von Hansainvest (WKN 532142) und IPConcept (WKN A0JDLV und 805783) können aus einer großen Auswahl an Zertifikatetypen schöpfen, auch gehebelte Papiere wie Outperformance- und Sprintzertifikate. Die Hebelwirkung setzt bei diesen Produkten erst ab einer bestimmten Kursschwelle ein, die der Basiswert erreichen muss. Ab dieser Kursschwelle wird die Kursentwicklung verstärkt, meistens mit einem Faktor über 1,5, selten mit einem Hebel, der größer ist als zwei. Bei Sprint-Zertifikaten ist der Hebel tendenziell etwas höher, dafür gibt es einen Cap.

Sowohl bei Sprint- als auch bei Outperformance- Zertifikaten wird die Hebelwirkung durch das Einbehalten der Dividenden bezahlt. Vorteil dieser Papiere: Das Risiko ist kaum höher als bei Aktien. Steigen die Kurse, performen sie deutlich besser als die entsprechenden Aktien. Nachteil: Fallen die Kurse, stürzen die Hebelzertifikate wesentlich schneller ab als die Basiswerte. Entsprechend erfolglos agierten zuletzt die Fonds mit Hebelzertifikaten imPortfolio. Die Fonds von Hansainvest und IPConcept generierten seit dem Jahreswechsel Verluste im zweistelligen Prozentbereich. Der ZJ Zertifikate Select DWS wurde sogar wegen Erfolglosigkeit im Februar geschlossen.

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