Zertifikate auf Anleihen im Euroraum bieten weniger Sicherheit als der direkte Kauf von Staatsanleihen – bei meist vergleichbaren Renditeaussichten. Aber es gibt auch Ausnahmen. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.
Anleihen, Obligationen und Zertifikate sind Schuldverschreibungen. Da klingt es zunächst verrückt, Zertifikate auf Anleihen oder Obligationen herauszugeben – geschweige denn zu kaufen. Doch die eine oder andere Schuldverschreibung auf Schuldverschreibungen kann für Anleger durchaus Sinn machen.
Die UBS beispielsweise hat Discountzertifikate auf Bundesobligationen emittiert (WKN: UB6744 / UB6745), mit denen Investoren höhere Renditen einfahren können als mit den Obligationen selbst.
Das Anlageprinzip funktioniert wie bei normalen Aktien- oder Index-Discountzertifikaten: Anleger erhalten beim Kauf einen Rabatt auf den aktuellen Kaufpreis der Obligation. Dafür ist die maximale Rückzahlungshöhe (Cap) auf 95 oder 97 Prozent begrenzt. Das Bundespapier wird im Gegensatz dazu am Laufzeitende zu 100 Prozent getilgt.
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Während eine Investition in das Bundespapier derzeit aber etwa 3,7 Prozent Rendite per annum einbringt, steht beim Kauf eines der beiden Discountzertifikate auf Jahresbasis eine Vier vor dem Komma – absolut sind es über die gesamte Restlaufzeit sogar 6,25 Prozent.
Das spielt in diesem Fall eine Rolle, denn die Laufzeit des Zertifikats endet im Juni 2009, während die Bundesobligation noch bis 2010 läuft. Für eine mittelfristige Anlage ist das Discount-Zertifikat also wesentlich besser geeignet.
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