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Wende – aber wohin?
Was unsere Energiemärkte umtreibt

Die Energiewende ist eine Herausforderung, die sehr viel Kraft und Mühen kostet. Die richtigen Voraussetzungen für die Industrie könnten die Umsetzung indes einfacher machen, darin war man sich auf dem Kongress des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin einig. Lohnen kann dabei auch der Blick ins Ausland.
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Die US-Schiefergas-Revolution und die deutsche Energiewende – man gewinnt den Eindruck, zwei Energiemärkte könnten sich kaum stärker voneinander unterscheiden. In den USA sorgt der Gas-Boom für  vergleichsweise niedrige Strompreise. Das zieht nicht nur ausländische Unternehmen an - auch  die Stromproduktion aus Kohle geht zurück. Und damit sinken gleichzeitig die CO2-Emissionen.

In Deutschland sieht es deutlich anders aus: Die Energiewende ist hierzulande ein Reizthema. Die Strompreise zählen zu den höchsten in Europa. Die CO2-Emissionen steigen vor allem wegen der verstärkten Nutzung von Braunkohle.

Vergleichen lassen sich beide Märkte wegen ihrer verschiedenen Standpunkte nur schwerlich – und doch gibt es Gemeinsamkeiten, wie sich in dieser Woche auf dem Kongress des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft in Berlin zeigte. „Wir denken, dass in den USA und in Europa dieselben politischen Schritte notwendig sind, nämlich eine Reform der Subventionen, Transparenz, und offene, verbundene Märkte“, so GE-Chef Jeffrey Immelt auf dem Branchentreffen in der deutschen Hauptstadt, wo das Unternehmen mit einem eigenen Stand vor Ort war.

In seinem Vortrag zu den Energiemärkten im 21. Jahrhundert erklärte Immelt die Voraussetzungen für eine funktionierende Energielandschaft: „Das Wichtigste sind die Umwelt, die Stromkosten, das Schaffen von Arbeitsplätzen und die Versorgungssicherheit. Diese vier Faktoren müssen berücksichtigt werden, wenn wir eine gute Energiepolitik entwickeln wollen.“

Ökonomische Interessen dürfen bei der Energiewende nicht in den Hintergrund geraten, wie auch die schwelende Diskussion um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zeigt. Wie stark der Industriesektor belastet werden kann und darf, war bei dem Branchentreffen in Berlin eine der wichtigsten Fragen. Besonders ausländische Firmen, die in Deutschland tätig sind, haben es schwer – doch nicht wegen der Energiewende an sich, sondern wegen der Konsequenzen ihrer Umsetzung.

Die Strompreise seien deutlich zu hoch, so der Tenor. Tatsächlich stehen Deutschland und Europa bei den Energiekosten schlechter da als etwa die Vereinigten Staaten. Grund dafür sind die hohen Zusatzbelastungen, die es in den USA für Unternehmen nicht gibt. Das könnte langfristig zu Lasten der deutschen Wettbewerbsfähigkeit gehen.  

Neben den hohen Stromkosten sind auch die steigenden CO2-Werte ein Problem. Schadstoffbelastete Kohlekraftwerke bleiben am Netz während das Betreiben hocheffizienter Gaskraftwerke nicht mehr rentabel ist. Dabei wären diese Erzeugungskapazitäten am besten geeignet, um ergänzend zu den erneuerbaren Quellen Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu garantieren. Die Erdgasförderung ist sauber, kostengünstig und flexibel einsetzbar. Gleichzeitig könnten gasbetriebene Blockheizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung auf effiziente Weise zur Versorgungssicherheit beitragen. 

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Die USA: Ein Vorbild für Deutschland?