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5G und ESIM Das Übernetz und die Super-SIM

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5G sorgt für Zündstoff

Das Thema hat bei der Branchenmesse Mobile World Congress in Barcelona neuen Schwung bekommen: Verschiedene Mobilfunkunternehmen haben dort die Vermarktung einer mit ESIM ausgestatteten Smart Watch in der ersten Jahreshälfte 2016 angekündigt. Diese direkt mit dem Mobilfunknetz verbundenen „Wearables“ ermöglichen es, Gespräche unterwegs zu führen und auf gewisse Apps zuzugreifen – und das, ohne das Smartphone bei sich zu tragen. Diese Nutzung ist beispielsweise in der Freizeit oder beim Sport interessant. Es ist zu erwarten, dass künftig eine Vielzahl neuer Consumer-Elektronik-Geräte – wie etwa Spielekonsolen, 3D-Brillen, Kameras oder medizinische Haushaltsgeräte - auf diese Weise direkt mit dem Mobilfunknetz verbunden sein werden. In naher Zukunft werden auch die ersten Smartphones großer Hersteller mit eSIM auf den Markt kommen und das Thema damit endgültig in den Fokus des Kerngeschäfts der Mobilfunkbetreiber rücken.

„Diese Entwicklung – und die parallel laufende Standardisierung der technischen Grundlagen für den Einsatz – wirft viele strategische Fragen für die Mobilfunkanbieter auf. Denn es gilt, eine Strategie für den Umgang mit neuen Wettbewerbern aus Digitalwelt und Hardwaregeschäft zu entwickeln und auf die Veränderungen in der Wertschöpfungskette der Mobilfunkindustrie zu reagieren.
Dies betrifft sowohl die industrielle Nutzung der Technologie in fest eingebauten Modulen und der Sensorik, oft als ‚Internet der Dinge‘ bezeichnet, als auch die enormen Marktchancen im Konsumentenumfeld“, sagt Meukel.

Neben der eSIM sorgt noch ein weiterer Trend in der Telekommunikationsbranche für Zündstoff: Das Zauberwort heißt 5G. Gemeint ist damit die fünfte Mobilfunkgeneration, die eine umfassendere Form der Vernetzung darstellen wird. 5G soll künftig nicht nur Milliarden von Menschen verbinden, sondern auch eine sprunghafte Verbesserung in der globalen Vernetzung von Geräten ermöglichen. Dieses neuartige Funknetz wird wesentlich dazu beitragen das „Internet der Dinge“ (IoT) möglich zu machen, und verbessert nebenbei auch noch die Geschwindigkeit für Smart-Phones.

Als LTE-Nachfolger gilt 5G als essenzielle Voraussetzung auch für viele Industrie 4.0-Anwendungen: Vernetzte Mobilität, intelligente Fabrik, vorausschauende Diagnostik – all diese Themenfelder sollen sich in der nächsten Mobilfunkgeneration vereinen. Ohne 5G hingegen blieben viele Zukunftsvisionen wie das autonome Fahren nur eine Vision. „5G ist eine Technologie, die die Digitalisierung vieler bisher ‚analoger‘ Themen erst möglich macht – durch ihre Zuverlässigkeit, hohen Datenübertragungsraten, und der Fähigkeit mit Millionen von Geräten umzugehen“, sagt Martin Wrulich von der Unternehmensberatung McKinsey.

Die Weiterentwicklung der notwendigen Techniken wird gerade vorangetrieben, alle großen Unternehmen stecken Geld in den Um- und Ausbau ihrer Netze. “Langfristig können die Telekommunikationsanbieter zu ‚Digitalisierungspartnern‘ der klassischen Industrie werden“, sagt Wrulich Mit ihrem Know-How könnten sie beispielsweise helfen, Fabriken intelligent zu machen oder die Möglichkeiten von ‚smarter‘ Medizin für den Patienten zu realisieren.

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