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Auf ins neue Zeitalter
Wie der digitale Wandel neue Welten erschafft

Digitalisierung ist das Zauberwort dieses Jahrzehnts. Doch wofür steht dieser Begriff überhaupt?

Eine Google-Suche nach „Digitalisierung“ ergibt über vier Millionen Treffer – ähnlich vielfältig sind die Definitionen dieses Begriffs. Einige Vorstände und CEOs denken, es ginge dabei nur um neue Technologien. Für andere ist die Digitalisierung eine verbesserte Art, sich auf Kunden einzulassen oder durch Prozessautomatisierung Kosten zu sparen. Der Nächste versteht darunter eine innovative Möglichkeit, gänzlich neue Geschäfte zu gründen.

Keine dieser Definitionen ist per se falsch. Ein unterschiedliches Verständnis innerhalb des Unternehmens kann aber Probleme aufwerfen – nämlich dann, wenn es an einer gemeinsamen Linie und Vision fehlt, wohin sich das Unternehmen entwickeln soll. Selbst wenn der CEO die digitale Agenda vorantreiben will, lohnt sich ein kurzes Innehalten: Unternehmensentscheider sollten ein klares und gemeinsames Verständnis davon haben, was „digital“ für sie und ihr Unternehmen bedeutet.

Das Definitionsdilemma

Es ist verlockend, nach einfachen Definitionen zu suchen. Doch um wirklich aussagekräftig zu sein, sollte „digital“ weniger als eine konkrete Sache gesehen werden sondern mehr als eine Art und Weise, bestimmte Dinge zu tun. Um es konkreter zu machen, kann man die Definition in drei Teilbereiche herunterbrechen.

Digital bedeutet...

  • … in neuen Geschäftsfeldern und mit neuen Technologien Werte zu schaffen.
  • … in den Kernprozessen und in der Kundenerfahrung einen Mehrwert zu liefern
  • … grundsätzliche technische und organisatorische Fähigkeiten aufbauen, die das gesamte Unternehmen “digital“ machen.

Grenzen überwinden

Digital zu sein, erfordert Offenheit. Das heißt für viele Unternehmen: Die Art und Weise, wie sie ihre Geschäfte bisher betreiben, muss grundsätzlich überdacht werden. Wichtig ist zu verstehen, in welchen Bereichen ein Unternehmen in Zukunft profitabel sein kann.

Für manche Firmen kann dies bedeuten, neue Geschäftsmodelle in angrenzenden Sektoren aufzubauen; andere Konzerne müssen unter Umständen in Sektoren, in denen sie bereits aktiv sind, nach neuen Möglichkeiten zur Wertgenerierung suchen – beispielsweise indem sie stärker auf Service statt auf reinen Produktverkauf setzen. Im Maschinen- und Anlagenbau ist dieser Trend schon zu beobachten: Führende Anbieter haben es z.B. geschafft, mit spezifischen Datenanalyse und dahinter liegenden Software- und Servicelösungen ein Milliardengeschäft aufzubauen.

Das Marktumfeld sollte nicht außer Acht gelassen werden: Es erfordert ein tiefgreifendes Verständnis neuer Entwicklungen und der damit verbundenen Gefahren und Chancen, um von neu aufkommenden Wachstumssektoren zu profitieren. Das Internet der Dinge eröffnet beispielsweise neue Möglichkeiten, Daten in einem nie dagewesenen Maß zu nutzen. In der Autobranche versprechen selbstfahrende Autos neue Geschäftsmodelle wie z.B. Carsharing und gleichzeitig neue Erlösquellen. Derzeit verbringen täglich mehr als 1,2 Milliarden Menschen durchschnittlich 50 Minuten pro Tag im Auto – allein für die Medienbranche ist dies ein theoretisches Marktpotenzial von fünf Milliarden Euro pro Jahr.

Digital zu arbeiten bedeutet aber auch, ständig zu beobachten, wie sich die Entscheidungen des Kunden auf seinem Weg vom Produktinteresse hin zur Kaufentscheidung verändern. Ein Blick über den Tellerrand auf andere Branchen ist immer sehr hilfreich. Unternehmen können im Idealfall neue Trends, die das Geschäftsmodell potenziell bedrohen, früh erkennen und ihnen sogar voraus sein.

Werte in Kernbereichen erschaffen

Wenn sich Unternehmensentscheider mit dem Thema „digital” beschäftigen, sollten sie auch darüber nachdenken, wie sie den Service und das Erlebnis für Kunden verbessern. Es gilt, die „Reise des Konsumenten” zu verstehen: Wie erlebt er das Produkt? Wie kommuniziert er und was sind seine Vorlieben? Anschließend sollten Wege gefunden werden, um für den Konsumenten mithilfe digitaler Lösungen die bestmögliche Erfahrung zu kreieren – geschäfts- und kanalübergreifend.

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Dem Kunden besser zuhören