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Finanzierung (1)
Mit Fördermitteln den Investitionsbedarf decken

Wichtige Trends wie die Digitalisierung erfordern von Mittelständlern neue Investitionen. In Zeiten dauerhafter Niedrigzinsen halten viele Firmen Förderkredite für wenig attraktiv – zu Unrecht.
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Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 verändert die Digitalisierung Produktionstechniken und -abläufe. Ressourcen werden knapper, Unternehmen müssen ihre Material- und Energieeffizienz erhöhen. Doch wie lässt sich der neue Investitionsbedarf klug decken?

Bis zu 20 Jahre Niedrigzins sichern

In Zeiten dauerhafter Niedrigzinsen und ausreichender Liquidität sind Förderkredite vermeintlich wenig attraktiv. Es gibt dennoch einen guten Grund, im Finanzierungsmix auf Fördermittel zu setzen. Denn Fördermittel ermöglichen es Unternehmen, sich den historisch niedrigen Zins über die gesamte Kreditlaufzeit von bis zu 20 Jahren zu sichern. Der Förderzweck ist dabei genau am Bedarf ausgerichtet.

Wer in Energie- und Ressourceneffizienz investiert, gewinnt

In den vergangenen Jahren entstanden vor allem Förderprogramme für Energieeffizienzinvestitionen im gewerblichen Bereich. Die Programme unterstützen Unternehmen, die gesetzliche Vorgaben früher erfüllen oder diese übertreffen. Unternehmen, die Gebäudeinvestitionen planen, sollten sich aber bald entscheiden: Die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) wird 2016 verschärft – und damit auch die Förderbedingungen.

Ressourcen effizienter nutzen und Kosten sparen

Auch die Steigerung der Ressourceneffizienz wird von Förderbanken mit Geldern unterstützt. Laut VDI Zentrum kann modernere Fertigungstechnik bis zu 20 % der eingesetzten Ressourcen einsparen und so die Kosten deutlich verringern. Neben der KfW bieten auch Landesförderinstitute wie NRW.BANK und L-BANK mit ihren „Effizienzkrediten“ attraktive Programme für entsprechende Maßnahmen.

Sogar Kosten für Betriebsmittel werden gefördert

Das jüngste Produkt aus der KfW-Förderlandschaft ist der „Unternehmerkredit Plus“. Er wurde im Dezember 2014 eingeführt und  wird deutlich unter Kapitalmarktniveau verzinst. Unternehmen können ihn nicht nur für Investitionen sondern auch für Betriebsmittel beantragen. Hausbank und KfW teilen sich überdies das Kreditrisiko, was die Sicherheiten der Unternehmen schont, ohne dass zusätzliche Zinsen anfallen. Ein weiterer Vorteil: Die Kreditzusagen können höher ausfallen, da das durchleitende Kreditinstitut – in den meisten Fällen die Hausbank – nur die Hälfte des Risikos trägt.

21 Milliarden Euro neue Fördermittel im Sommer 2015

Die Möglichkeiten für Unternehmen, ihren Finanzierungsmix mit Fördermitteln zu ergänzen, werden dieses Jahr weiter steigen: Gemäß dem „Juncker-Plan“, der im Sommer 2015 in Kraft treten soll, will die Europäische Kommission einen Europäischen Fonds für strategische Investitionen über 21 Mrd. Euro gründen. Geschäftsbanken sollen auf diese Weise ihre Kunden mit weiteren zinsgünstigen Krediten unterstützen.

Wer morgen investieren will, muss heute die Weichen stellen

Die Konditionen von Förderprogrammen sind auch 2015 attraktiv. Unternehmen sollten daher mit ihren Hausbanken prüfen, welche Fördermittel sie bei ihren Investitionsvorhaben in Anspruch nehmen können. Da der Antrag in der Regel vor Beginn des Vorhabens gestellt werden muss, sollte die Hausbank  frühzeitig eingebunden werden.