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HSBC-STUDIE
Die Vermessung des Unternehmertums

Das Unternehmerdasein ist genauso sehr eine Geisteshaltung wie eine wirtschaftliche Aktivität. Vor allem die Unternehmer der „Generation Y“ verändern das Bild mit weitreichenden Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Das sind die zentralen Ergebnisse der breit angelegten Studie „Essence of Enterprise“, für die im Auftrag der HSBC Private Bank 2.800 Unternehmer weltweit zu ihren Beweggründen, Zielen und Herausforderungen befragt wurden.

„Made or born“: Gibt es das Unternehmer-Gen?
Ein beträchtlicher Anteil der Teilnehmer aus Deutschland hat sich schon zeitlebens als Unternehmer gesehen. Allerdings entscheiden sich deutsche Unternehmer vergleichsweise spät für das Unternehmertum, nämlich erst mit durchschnittlich 31 Jahren. Dr. Rudolf Apenbrink, Vorstand für das Private Banking bei HSBC Deutschland, erklärt das Ergebnis auch damit, dass junge deutsche Unternehmer im internationalen Vergleich seltener ein Unternehmen aus der ersten Generation weiterführen, sondern ihr eigenes Unternehmen gründen. In Asien dagegen werde die junge Generation weitaus früher in das Familienunternehmen eingeführt, setzt er fort. Der familiäre Hintergrund begünstige allerdings auch in Deutschland die Entscheidung: 42 Prozent der Befragten Unternehmer stammen aus einer Unternehmerfamilie. Bei den jüngeren Generationen seien es sogar drei von vier.

Mehr Unternehmen, mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter
Von den befragten Unternehmen in Deutschland beschäftigen jüngere Unternehmer viermal so viele Mitarbeiter wie ihre älteren Kollegen: Ein Generation Y-Unternehmer (ab Jahrgang 1980) beschäftigt durchschnittlich 233 Mitarbeiter. Bei den über 35-Jährigen sind es 55 Mitarbeiter. Auch beim Umsatz liegen die Jungunternehmer deutlich vorne: Ihre Unternehmen generieren mit 20,6 Millionen US-Dollar fünfmal mehr Umsatz als die der über 55-Jährigen (4,5 Millionen US-Dollar). Weltweit erwirtschaften Generation Y-geführte Unternehmen 141 Prozent mehr Umsatz als Unternehmen der älteren Generationen.

Generation Y-Unternehmer: Erfolg durch Teamwork
Während die älteren Unternehmergenerationen stärker auf sich selbst angewiesen waren und alles aus eigener Kraft schaffen wollten, zögern Generation Y-Unternehmer nicht, ihr Netzwerk einzubinden und gemeinsam zu arbeiten. Die Generation Y bezieht auch das Startkapital von den unterschiedlichsten Quellen: Sie bittet die Familie um Unterstützung und nutzt auch häufiger Crowdfunding oder Peer-to-Peer-Kredite für die Startfinanzierung.

Diese Kultur des Teilens wird nicht zuletzt durch das Internet gefördert. Junge Unternehmer nutzen Social Media nicht nur, um ihr Profil zu schärfen, sondern auch, um erfolgreich zusammenzuarbeiten und gemeinsam Geld zu verdienen. Das unterscheidet sie von der älteren Generation, die stärkeren Wert auf Eigenständigkeit legt.

Die neue Generation Unternehmer macht sich dabei häufig eine bestimmte Gründungsformel zu eigen und versucht, diesen „Proof of Concept“ dann zu wiederholen. Durchschnittlich sind sie so an vier bis fünf unternehmerischen Projekten beteiligt.

In der jungen Generation sind weltweit auch erstmals fast so viele Frauen wie Männer unternehmerisch aktiv. In Deutschland ist der Anteil der Unternehmerinnen unter 35 mit 38 Prozent mehr als doppelt so hoch als bei den Vorgängergenerationen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland jedoch noch immer weit hinten.

Soziales Engagement als selbstverständlicher Teil des Unternehmertums
Knapp 90 Prozent der jungen deutschen Unternehmer, die im Rahmen des „Essence of Enterprise“-Report befragt wurden, gaben an, sich aktiv an sozialen Projekten zu beteiligen. Im Vergleich dazu engagieren sich nur 70 Prozent der über 35-Jährigen.

Erfolgreiche Millenials spenden auch häufiger für einen bestimmten wohltätigen Zweck, anstatt das Geld einer gemeinnützigen Organisation zu übergeben. Viele gründen daher einen Treuhandfonds oder eine Stiftung, um ihre Spenden zu verwalten.

Typen von Unternehmern
Grundsätzlich identifiziert die Studie vier verschiedene Unternehmertypen: „Pathfinders“, „Trailblazers“, „Game Changers“ und „Lifestylers“. 42 Prozent der Unternehmer in Deutschland zählen zu den sogenannten „Wegbereitern“ (Pathfinders), die ihren beruflichen Erfolg selbst in die Hand nehmen wollen und der Überzeugung sind, als ihr eigener Chef zu mehr Wohlstand zu gelangen. Die zweitgrößte Gruppe mit 19 Prozent bilden die Game Changers. Sie wollen mit ihren Produkten und Dienstleistungen neue Impulse setzen und Einfluss auf die Gesellschaft nehmen.

Die gesamte Studie finden Sie hier.