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Der perfekte Schutz
Wie Energieproduzenten mit Sicherheit ins Netz kommen

Erneuerbare Energie wird zunehmend dezentral erzeugt. Für die Vermarktung greifen die Anlagenbetreiber gerne auf Unterstützung zurück – und dabei muss auch der Datenschutz geklärt werden.
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Im Emsland wird Stroh zu Geld gemacht. Die dortige Förderung der Energiewirtschaft hat nicht nur erheblich zur Wirtschaftskraft der Region zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beigetragen, sondern auch innovative Ideen gefördert.

Aus rund 70.000 Tonnen gedroschenem Getreide- und Ölsaatenstroh erzeugt das BEKW Bioenergiekraftwerk Emsland pro Jahr 50.000 Megawattstunden Strom. Das ist genug, um rund 15.000 private Durchschnittshaushalte zwölf Monate lang mit Energie zu versorgen. „Mit Stroh etablieren wir eine heimische Ressource als Brennstoff und erzeugen Strom und Nutzwärme, also Kraft-Wärme-Kopplung“, sagt Matthias Pieper, Technischer Leiter BEKW Bioenergiekraftwerk Emsland.

Den Verkauf des erzeugten Stroms übernimmt innogy für die Emsländer. Seit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2012 können Erzeuger von grüner Energie diese direkt vermarkten. Doch weil die Teilnahme am Energiehandel kompliziert ist, geben viele dezentrale Erzeuger die Verantwortung gerne weiter. Direktvermarkter wie innogy verkaufen den erzeugten Strom an Großabnehmer oder bringen ihn an die Leipziger Strombörse EEX, wo er gehandelt und zum Marktpreis verkauft wird. Dabei übernehmen die Direktvermarkter auch das Risiko für Produktionsabweichungen und verhindern so Ausgleichszahlungen der Produzenten.

Bei innogy selbst werden unterschiedliche Energieproduzenten – das können zum Beispiel diverse Kleinanlagen in einem Quartier sein – zu einem virtuellen Kraftwerk verbunden. Durch einen solchen „Pool“ kann auch die dezentrale Stromerzeugung aus kleinen Anlagen zukünftig einen Beitrag zu Versorgungssicherheit und Netzstabilität leisten. Die innogy SE ist so rund um die Uhr mit den Anlagen verbunden, kann per Fernbedienung auf diese zugreifen und die dort erzeugte Energie in die Märkte bringen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Datensicherheit. „Dezentrale Energieanlagen gehören zu besonders schutzbedürftigen Systemen“, sagt Hartmut Langener aus dem Bereich Infrastructure & Development bei innogy. Die gesammelten individuellen Verbrauchsdaten ermöglichen spezifische und möglicherweise sensible Kenntnisse über die jeweiligen Unternehmen, die nicht nach außen gelangen dürfen. Um den Produzenten und Ihren Anlagen die größtmögliche Sicherheit zu bieten, und unerlaubte Zugriffe auf die Systeme und Applikationen zu unterbinden, setzt innogy deswegen auf höchste Standards: ein auf Sicherheit getrimmtes, virtuelles Kraftwerk. In das Sicherheits-Audit werden auch die Systemkomponenten der Produzenten eingebunden.

„Unsere Kunden schließen Ihre Anlage einfach an unser virtuelles Kraftwerk an, und wir kümmern uns um eine sichere Anbindung“, sagt Langener. Dabei wird der Zugang zum virtuellen Kraftwerk sowohl bei den Produzenten vor Ort als auch an der Schnittstelle zum Kraftwerk gesichert. Für diese Ende-zu-Ende-Sicherung stellt innogy den Energielieferanten geprüfte Technik zur Verfügung. Die Kunden werden damit Teil eines Energiepools und bleiben dabei trotzdem eigenständig.

„Energie kannte früher nur eine Richtung“, sagt Langener. „Der in Kraftwerken erzeugte Strom floss wie in einer Einbahnstraße durch die Netze zum Verbraucher. Mit der Energiewende gibt es nun nicht nur ‚Gegenverkehr‘, der deutlich zunimmt, sondern auch eine Vielzahl von Verknüpfungspunkten, die einzeln betrachtet sicher sein müssen.“ Der wachsende Anteil dezentraler Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen erfordert deshalb neben einem Um- und Ausbau der Netze, um den wechselhaften Stromertrag aus Wind und Sonne zu managen, Sicherheitstechnik im virtuellen Kraftwerk auf höchstem Niveau.

Mit seinem virtuellen Kraftwerkspool hilft innogy dabei, die Stromnetze flexibler und stabiler gegen Schwankungen zu machen, ohne dass es dabei zu Abstrichen bei der Datensicherheit der Lieferanten kommt.