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Energieaudits
Warum der Auditbericht keine Randnotiz bleiben darf

Seit 2015 sind große deutsche Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, alle vier Jahre ihre Energiebilanz zu prüfen. Das sogenannte Energieaudit gilt als wichtiges Instrument – aber effektiv ist nur, wenn Unternehmen es auch ernst nehmen.
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Es ist ein zweischneidiges Schwert: Die deutsche Wirtschaft boomt – und wenn man den jüngsten Prognosen führender Wirtschaftsinstitute Glauben schenken darf, geht es weiter aufwärts. Doch gleichzeitig sind die auf Hochtouren produzierenden Betriebe mit ein Grund dafür, dass die ambitionierten Klimaziele der EU womöglich nicht erreicht werden können.

Die Bundesregierung will die EU-Vorgaben zum Treibhausgasausstoß übererfüllen und die nationalen Emissionen bis 2020 statt um 20 um 40 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 senken. Doch ohne weitere Anstrengungen wird dieses Ziel drastisch verfehlt werden, heißt es in einer aktuellen Studie des Think Tanks Agora Energiewende. Und auch im Bundesumweltministerium ist man sich bewusst, dass in der Klimapolitik noch einmal „kräftig nachgesteuert“ werden muss. Gleichzeitig ist man dort aber zuversichtlich, dass weitere Fortschritte bei der Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2020 erreicht werden.

Eine der Maßnahmen, die dabei helfen soll, ist das Energieaudit, zu dem alle großen Unternehmen laut einer EU-Verordnung seit 2015 verpflichtet sind. Sie müssen sich alle vier Jahre einer systematischen Prüfung ihres Energieverbrauchs unterziehen.

Die Auditoren erfassen dabei alle Energiedaten und bewerten diese hinsichtlich ihrer Effizienz. Dazu gehören unter anderem der aktuelle Energieverbrauch von Gebäuden, Produktionsanlagen oder einzelnen Betriebsabläufen. Auch Dienstleistungen sind Teil des Energieaudits. Auf Basis dieser Informationen identifizieren die Prüfer Verbesserungspotenziale und geben konkrete Vorschläge, wie diese umgesetzt werden können, damit die Unternehmen ihren Energieverbrauch effizienter steuern. Die europäische Norm DIN EN 16247-1 gibt dabei die Methoden und den systematischen Ablauf der Untersuchung vor.

Ein Unternehmen, das diese Audits anbietet, ist innogy. „Unsere verantwortlichen Auditoren verfügen über langjährige Erfahrungen in der Effizienzberatung aus allen Branchen“, sagt Markus Zander, Leiter der Abteilung Energieeffizienzkonzepte bei innogy. Darüber hinaus sind die Prüfer des Essener Energieunternehmens beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen (Bafa) registriert, das stichprobenhaft die Energiechecks überprüft. Diese Qualifikation zahlt sich aus: „Im Ergebnis gab es bei den von uns erstellten Audits bisher keine Beanstandungen durch das Bafa“, sagt Zander.

Das Bafa selbst bezeichnet das Energieaudit als ein wichtiges Instrument, um Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Energiekosten festzustellen. Doch das Verfahren hat auch seine Schwächen. „Das Energieaudit hilft lediglich, den derzeitigen Energieverbrauch eines Unternehmens zu bewerten, indem es den Ist-Zustand analysiert und daraus Vorschläge für dessen Verbesserung ableitet. Abgeleitete Effizienzmaßnahmen müssen jedoch nicht umgesetzt werden“, bemängelt die gemeinnützige Energieagentur Energiekonsens.

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Optimierungsmaßnahmen werden zu selten umgesetzt