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Mobilität der Zukunft
Wenn Autos die Kontrolle übernehmen

Selbstfahrende Autos sind die größte Revolution unserer Fortbewegung seit der Erfindung des Autos selbst. Vor allem im Stadtverkehr werden die Vorteile spürbar sein. Einige wichtige Fragen sind allerdings noch ungeklärt.

Die Limousine rollt präzise auf die Bühne der Handelsblatt-Veranstaltung „Pathfinder“ in Berlin. Daimler-Chef Dieter Zetsche lächelt vom Rücksitz aus entspannt ins Publikum. Soweit, so normal. Dax-Chefs fahren ihre Autos schließlich nur selten selbst. Viel interessanter ist, wer an diesem Tag den Mercedes steuert: niemand. Der Wagen fährt mit Autopilot.

Selbstfahrende Autos sind die größte Revolution unserer Fortbewegung seit der Erfindung des Autos selbst. Bereits die Hälfte der Deutschen steht dem autonomen Fahren aufgeschlossen gegenüber – Tendenz seit Jahren zunehmend, wie Analysen von The Boston Consulting Group (BCG) belegen. Selbst der jüngste tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Tesla-Modell hat die Offenheit gegenüber dem autonomen Fahren zwar angekratzt, mehr aber nicht.

Liegt unsere Zukunft also darin, dass das Auto alleine fährt? Und wir nur noch eingreifen, wenn es verlangt wird?

Bereits im Jahr 2030 werden etwa zwei Drittel aller Menschen in Städten leben. Für die Städte ist das eine immense Herausforderung – gerade mit Blick auf die Mobilität. Selbstfahrende Autos gelten als die große Hoffnung angesichts des ansonsten drohenden Verkehrskollapses. Mit autonomer und geteilter Mobilität wären bis zu 60 Prozent weniger Autos in Ballungsräumen unterwegs, zeigt die BCG-Studie „Self-Driving Vehicles, Robo-Taxis, and the Urban Mobility Revolution“. „Selbstfahrende Fahrzeuge werden das traditionelle Auto ersetzen“, sagt Nikolaus Lang, Senior Partner und Experte für Automotive Technology bei BCG. 

Damit verknüpft sind eine ganze Reihe von positiven Folgen: Mit selbstfahrenden Autos könnten neun von zehn  Unfällen verhindert werden, wenn diese geteilt werden und elektrisch sind, könnte die Luftverschmutzung bis zu 80 Prozent sinken. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie, die BCG gemeinsam mit dem World Economic Forum veröffentlicht hat. Dazu wurden mehr als 5.500 Menschen in 27 Städten weltweit befragt. Immerhin 58 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie ein autonomes Fahrzeug nutzen würden. Vor allem jüngere Menschen können sich mit der Idee anfreunden, beim Autofahren die Kontrolle abzugeben.

Es ist ein nicht unbedingt erwartetes Ergebnis, vor allem vor dem Hintergrund des erst kürzlich tödlich verunglückten Tesla-Fahrers in den USA. Das Auto war Anfang Mai ungebremst unter einen Lastwagen-Anhänger gefahren, der abbog und die Fahrbahn überquerte. Der Autopilot war eingeschaltet – und hätte eigentlich dem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen müssen.

Doch so schlimm der Unfall in den USA war: Es war der erste nach über 200 Millionen Testkilometern – ein Wert, der sich mit konventionellen Autos nicht erreichen lässt. Entsprechend hatte der Unfall in Deutschland wenig Einfluss auf die Anzahl derer, die sich vorstellen könnten, ein selbstfahrendes Auto zu kaufen. Im August 2015 gaben 44 Prozent der deutschen Verbraucher an, dass sie in einem vollautonomen Fahrzeug fahren würden. Im Juli 2016 waren es immerhin noch 41 Prozent.

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Angst vor dem Kontrollverlust