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Viele Ideen
Gesucht werden Macher

An neuen Franchisekonzepten mangelt es nicht, wohl aber an Machern. Franchise eignet sich hervorragend, wenn es darum geht, innovative Modelle zum Erfolg zu führen.

Ob Schülerhilfe, Mrs. Sporty oder McDonald’s: Alle sind als Franchisesystem groß und erfolgreich geworden. Vor allem Social Franchising – also soziale Dienstleistungen wie die Betreuung von Demenzkranken in deren Wohnung oder Sprach- und Theaterunterricht für Grundschüler – findet per System eine deutlich höhere Verbreitung, als wenn der Gründer allein das Wachstum vorantreiben müsste.

Vom Hobby zum Unternehmen

Einige breiten sich als Non-Profit-Organisation aus, die meisten zielen auf wirtschaftlichen Erfolg ab – und ernten ihn auch. Nach wie vor wächst der Franchisemarkt, wie sich anhand jüngster Zahlen belegen lässt: Nach Angaben des Deutschen Franchise-Verbands (DFV) arbeiteten im vergangenen Jahr gut 686.000 Beschäftigte in einem Franchisegeschäft – ein Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zu 2014. Die Zahl der Franchiseunternehmen liegt hierzulande mittlerweile bei 950. Dass die Geschäfte gut laufen, zeigt der steigende Umsatz der Branche. Er kletterte 2015 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4,3 Prozent auf 99,2 Milliarden Euro. Auch die Zahl der Franchisenehmer ist im vergangenen Jahr gestiegen: 2015 waren knapp 118.000 Unternehmer mit einem Franchisekonzept am Markt, ein Plus von 1,3 Prozent. Sie unterhielten insgesamt fast 157.000 Franchisebetriebe, das entspricht einem Zuwachs von 1,7 Prozent. Dennoch hätten 63 Prozent der Systembetreiber gern stärker expandiert, als sie es konnten (siehe Grafik). Erik Krömer, Geschäftsführer des Bürodienstleisters Global Office, bringt es auf den Punkt: „Hauptthemen, welche die Franchisewirtschaft beschäftigen, sind aus unserer Sicht die Bereiche Franchisenehmergewinnung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme.“

Gesucht: Unzufriedene Angestellte

Gesucht sind Persönlichkeiten, die mit ihrem Angestelltenstatus unzufrieden sind und sich verändern wollen. Kaufmännisches Wissen ist von Vorteil, das Fachwissen gibt’s vom Systempartner. Der Franchisebranche geht es wie der übrigen Wirtschaft: Sie wächst zwar, ist aber händeringend auf der Suche nach neuen Unternehmern. Einen möglichen Grund dafür kennt Holger Blaufuß, Vorstand McDonald’s Deutschland: „Das Sicherheitsdenken ist in Deutschland anders ausgeprägt als im übrigen Europa. Franchising bietet die Möglichkeit, branchenfremd Unternehmer zu werden. Das ist aber nicht jedem Interessenten bewusst.“

Erleichterte Nachfolgeregelung

Die Nachfolge ist ein weiteres Thema, das die Branche zurzeit beschäftigt, für Franchisenehmer wie für -geber. Wie auch bei vielen Familienunternehmen steht im Franchising in den nächsten Jahrzehnten die Übergabe des Staffelholzes an einen Nachfolger an. Für Franchisenehmer, die ein- oder aussteigen wollen, ist dies meist vertraglich geregelt, für Franchisegeber nicht. Der auf Franchiserecht spezialisierte Anwalt Günter Erdmann der Hamburger Kanzlei Schlarmann von Geyso sagt: „Franchising ist per se ein Nachfolgemodell, für Geber wie für Nehmer.“ Das Wesen des Franchisings ist, dass das Unternehmen weniger stark an der Person des Gründers hängt, vielmehr Marke, Konzept und Sortiment für sich stehen. „Franchising hat den positiven Charakter eines Nachfolgemodells an sich“, so der Experte. Insofern steht der Wind für die Branche gut.

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