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Kanalsanierung
Sauber gelöst

550.000 Kilometer lang und 700 Milliarden Euro wert: Deutschlands Kanalnetz ist einzigartig. Die Kommunen verantworten die Reparatur und Sanierung. Das kann teuer werden – denn vielerorts ist die Substanz sehr alt.

Bitterfeld-Wolfen nördlich von Leipzig ist ein schmuckes Fleckchen. Ein Industriemuseum, ein See, ein kleiner Hafen und mehrere Badestrände locken unzählige Touristen an. Die Stadt wirbt damit, „gesellschaftliches, wirtschaftliches und soziales Zentrum des Landkreises Anhalt-Bitterfeld“ zu sein. Dabei ist die Fusion der Städte Bitterfeld und Wolfen gerade mal zehn Jahre her. Weitaus betagter sind die Abwasserkanäle der zusammengelegten Kommune. Ein signifikanter Anteil der Rohre ist zwischen 80 und 100 Jahre alt. Eine lange Zeit, die Spuren hinterlassen hat.

Wurzeleinwüchse, verfestigte Ablagerungen, Erdbewegungen oder Setzungserscheinungen haben Risse, Löcher und Bruchstellen verursacht, Insekten und Ratten ihr Übriges zum Substanzverlust beigetragen. Ein Problem, mit dem die Stadt Bitterfeld-Wolfen nicht alleine dasteht. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall hat ermittelt, dass etwa ein Fünftel aller Kanäle in Deutschland Schäden aufweist. Deswegen müssen die öffentlichen Abwasserwege unter der Erde regelmäßig gereinigt und saniert werden.

Kommunen und Verbände stehen vor der Herausforderung, die Kanalisation trotz begrenzter Haushaltsbudgets in Schuss zu halten. „Was vielerorts noch immer fehlt, ist eine nachhaltig wirksame Strategie, die Netze so zu unterhalten, dass man künftigen Generationen etwas überlassen kann, mit dem man weitere Jahre, Jahrzehnte vernünftig arbeiten kann – ohne finanziell in die Knie zu gehen“, sagt Laurent Hequet, Geschäftsführer Veolia Deutschland und verantwortlich für den Geschäftsbereich Wasser im Unternehmen. Je früher bei Schäden reagiert werde, desto geringere Sanierungskosten fielen an und desto länger bleibe die Substanz erhalten.

In Bitterfeld-Wolfen organisiert der Abwasserzweckverband (AZV) Westliche Mulde die Instandhaltung und wird dabei von der zur Veolia-Gruppe gehörenden MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland unterstützt. „Ein langfristig nachhaltiges Entwässerungs- und Kanalmanagement setzt voraus, den Zustand der Netze sowie die Einleitungs- und Abflusssituation vor Ort genau zu kennen und die Maßnahmen der Instandhaltung und Sanierung zielgerecht darauf auszurichten“, sagt Laurent Hequet.

Um sich also zunächst einen Überblick über den Zustand zu verschaffen, schickte die Firma Onyx Rohr- und Kanal-Service GmbH Spezialkameras durch die Kanalisation und erfasste schadhafte Abschnitte. Ein von Veolia entwickeltes Programm namens PROSA-K wertete die Inspektionsdaten aus und priorisierte, an welchen Stellen im Kanalnetz der größte Handlungsbedarf herrscht – erwartungsgemäß vor allem in den ältesten Bereichen. Aus allen Informationen schätzte PROSA-K die Kosten für verschiedene Sanierungsvarianten ab: von unterschiedlichen Reparaturverfahren über ein vollständiges Lining (hier bekommt der alte Kanal eine neue Innenhaut eingezogen) bis hin zur Erneuerung. Verglichen wurde auch, ob es für den AZV im Verlauf von 30 bis 50 Betriebsjahren günstiger wäre, Rohrschäden „feuerwehrmäßig“ zu reparieren und damit nur zu reagieren oder langfristig zu denken und nachhaltig zu investieren.

Basierend auf diesen Erkenntnissen leitete der AZV Westliche Mulde umgehend Maßnahmen ein. Onyx spülte vermehrt Bereiche mit verminderter Betriebssicherheit und beseitigte Wurzeleinwüchse. Der AZV und die für die Arbeiten beauftragten Ingenieurbüros sind begeistert: Sie können die detaillierten Sanierungsvorschläge von PROSA-K direkt in ihre weitergehenden Ausführungsplanungen einbeziehen. Verbandsgeschäftsführerin Ines Koeckeritz: „Es hat uns wirklich weitergebracht, genau über den Zustand des Kanalnetzes Bescheid zu wissen. Eine technische Aussage allein ist eben nicht genug. Wenn ich handeln will, muss ich auch wissen, was das kostet.“ Damit der unterirdische „Schatz“ von Bitterfeld-Wolfen auch in den kommenden 100 Jahren erhalten bleibt.