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Weitere Steuersparmöglichkeiten rund um die Immobilie: Zweckgebundene Schenkung: Steuern spart, wer Geld verschenkt und schriftlich festlegt, dass davon eine Immobilie zu kaufen ist. Das Barvermögen muss dann nicht zu 100 Prozent, sondern nur wie eine Immobilie mit einem bestimmten Prozentsatz des Verkehrswertes versteuert werden.

Belastete Immobilien: "Wer Grundbesitz geschenkt bekommt und damit zusammenhängende Verbindlichkeiten übernimmt, beispielsweise Anschaffungs- oder Herstellungskredite, kann diese - allerdings nicht in voller Höhe - bei der Veranlagung zur Schenkungssteuer geltend machen", sagt Wolfgang Hempler, Leiter Nachlass- und Stiftungsmanagement bei Deutsche Bank Trust AG. Die Abzugsfähigkeit der Belastung könne aber nur im Verhältnis von Steuerwert zu Verkehrswert erfolgen.

Zuwendung unter Ehegatten: Ehepartner können sich gegenseitig eine "im Inland gelegene", eigengenutzte Immobilie oder ein "Miteigentum an einer solchen" (§ 13 Absatz 1, Ziffer 4a ErbStG) schenken, ohne dass Schenkungsteuer fällig wird. Das gilt auch, wenn die Freibeträge überschritten werden. Ein Risiko stellt bei Großzügigkeiten dieser Art allerdings eine mögliche Scheidung dar.

Schenkungen bringen generell mit folgenden Tricks mehr Spaß: Über Umwege schenken: Um die Freibeträge sämtlicher Familienmitglieder auszureizen, wird über einen "Mittelsmann" geschenkt. Ein Beispiel: Der Vater schenkt seinem Kind nicht direkt Geld, sondern gibt die Summe zuerst an seine Frau weiter, um deren Freibetrag auch noch zu nutzen. Die Mutter verschenkt das Geld dann schließlich an den eigentlich Begünstigten, das Kind. Experten raten, eine gewisse Schamfrist einzuhalten, damit das Finanzamt die Schenkung anerkennt und keinen Gestaltungsmissbrauch unterstellt. Die Frist sollte mindestens ein Jahr betragen, damit die Schenkung in jeweils unterschiedliche Veranlagungsperioden zur Einkommensteuer fällt. Wenn das Finanzamt den Begriff "Kettenschenkung" verwendet, ist es meist zu spät. Die Beamten unterstellen dann, dass eine Umgehung der Steuer geplant wurde, und fordern den Betrag nach.

Mit den Güterständen tricksen: Für vermögende Ehepartner, die in der (vom Gesetzgeber im Normalfall vorgesehenen) so genannten Zugewinngemeinschaft leben, kann es - wenn das Vermögen nur bei einem Partner überproportional angewachsen ist - interessant sein, durch notariellen Vertrag Gütertrennung zu vereinbaren. Das mag zuerst verwunderlich klingen, ist aber aus Sicht des Experten Hannagarth ein geeigneter Schachzug. Denn im Wege des Zugewinnausgleichs kann man steuerfrei Vermögen auf den Partner übertragen. Der Zugewinn wird, verkürzt dargestellt, errechnet, indem für jeden der Eheleute einzeln die Differenz von Anfangsvermögen (zum Zeitpunkt der Heirat) und Endvermögen (hier Zeitpunkt der Gütertrennung) ermittelt wird. Derjenige, der den höheren Zugewinn erzielt hat, muss 50 Prozent des überschießenden Betrags an den Partner zahlen - steuerfrei.

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