0:0 bei Slovan Liberec
BVB träumt trotz dürftiger Leistung vom Halbfinale

Trotz einer dürftigen Leistung an der Moldau darf Borussia Dortmund weiter von der ersten Halbfinal-Teilnahme im Europapokal seit 1998 träumen. Mit einer tristen Nullnummer gegen Slovan Liberec schuf sich der Bundesliga-Zweite am Donnerstagabend in Prag eine günstige Ausgangsposition für das Viertelfinal-Rückspiel im UEFA-Cup am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) im heimischen Westfalenstadion.

dpa PRAG. Allerdings knüpften die Borussen vor 14 458 Zuschauern im Prager Letna-Stadion, wohin die Begegnung von der Uefa kurzfristig verlegt worden war, nahtlos an ihre schwachen Auswärts- Auftritte auf der europäischen Fußball-Bühne in dieser Saison an und enttäuschten vor allem in der Offensive auf ganzer Linie.

Im 100. Europacup-Spiel in der Amtszeit von Präsident Gerd Niebaum leistete sich der BVB eine extrem hohe Fehlerquote und offenbarte große Mängel im Spielaufbau. Weil der in seiner Heimat offenbar übermotiviert in die Partie gegangene Tomas Rosicky gegen seinen Bewacher David Langer kaum einen Stich machte, war die Schaltzentrale der Dortmunder praktisch lahm gelegt. Durch häufige Fehlpässe im Mittelfeld gab es kaum Entlastung für die stark geforderte Abwehr, in der der für Christoph Metzelder aufgebotene "Oldie" Jürgen Kohler längst nicht alle Löcher stopfen konnte.

90 Minuten lang setzten die seit 18 Pflichtspielen unbesiegten Tschechen den Bundesliga-Zweiten mächtig unter Druck. Nur selten gelang es den Gästen, sich aus der Umklammerung der wegen ihrer Heimstärke gerühmten Tschechen zu lösen. Die beiden einzigen Chancen des BVB vor der Pause waren Zufallsprodukte und gingen auf das Konto von Jan Koller, der sich ebenso wie Rosicky in seiner tschechischen Heimat immer wieder Pfiffen ausgesetzt sah. In der 15. Minute verlängerte der 2,02 m-Riese einen Einwurf mit dem Hinterkopf und der überraschte Slovan-Torhüter Antonin Kinsky lenkte den Ball gerade noch an die Latte. Bei der zweiten Kopfball-Möglichkeit Kollers rettete Tomasz Janu beinahe auf Kosten eines Eigentores (28.).

Doch die Akzente in einer temporeichen Begegnung setzte der Tabellen-Dritte der tschechischen Liga, der auf dem Weg ins Viertelfinale mit Celta de Vigo, RCD Mallorca und Olympique Lyon bereits einige Hochkaräter ausgeschaltet hatte. Nach einer schnellen Ballstafette brachte Jan Nezmar (36.) das Kunststück fertig, den Ball frei vor Torhüter Jens Lehmann nicht im BVB-Gehäuse unterzubringen. Vier Minuten später verfehlte ein Drehschuss von Vaclav Kolousek nach Missverständnis zwischen Miroslav Stevic und Evanilson sein Ziel knapp.

Der Druck der Hausherren nahm im zweiten Spielabschnitt sogar noch zu. Nur mit viel Glück überstanden die Borussen die Drangperiode unbeschadet. Nach gut einer Stunde reagierte BVB-Trainer Matthias Sammer und ersetzte den wirkungslosen Brasilianer Ewerthon durch David Odonkor, der in der Bundesliga erst zwei Kurzeinsätze hatte. Doch erst als Liberec in der Schlussphase dem hohen Tempo Tribut zollen musste, kamen die Gäste etwas besser ins Spiel. Mit dem ersten Torschuss der zweiten 45 Minuten scheiterte Stevic (71.) an Torhüter Kinsky.

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