0:0 gegen Lille
Uefa-Pokal: Dortmund erreicht Viertelfinale

Borussia Dortmund hat mit Mühe und Not eine neuerliche Pleite verhindert und sich für das Viertelfinale des Uuefa-Pokal-Wettbewerbs qualifiziert.

dpa DORTMUND. Vier Tage nach der peinlichen 0:4-Schlappe bei Bayer Leverkusen zitterten sich die Westfalen am Donnerstagabend zum 0:0 gegen den OSC Lille und zogen nach dem 1:1 im Hinspiel zum insgesamt achten Mal in der Vereinsgeschichte in die Runde der letzten Acht eines europäischen Pokal-Wettbewerbs ein.

Die erhoffte Wiedergutmachung vor 43 000 Zuschauer gelang den Dortmundern bei strömendem Regen noch nicht. Nächster Gegner der Borussia ist am 14. und 21. März Slowan Liberec. Die Tschechen hatten sich überraschend deutlich mit 4:1 gegen Olympique Lyon durchgesetzt.

Dortmunds Trainer Matthias Sammer musste gegen Lille gleich auf fünf Spieler verzichten: Manndecker Jürgen Kohler klagte über Wadenprobleme. Außerdem fehlten Neuzugang Sebastian Kehl (nicht spielberechtigt im Europapokal), Jan Koller (gesperrt), Jörg Heinrich (Muskelfaserriss) und Lars Ricken (Rückenprobleme). Dafür rückten Mittelfeld-Regisseur Tomas Rosicky und Verteidiger Christian Wörns nach ihrer Pause gegen Leverkusen wieder ins Team. Beim OSC Lille saß der Torschütze aus dem Hinspiel, Salaheddine Bassir, zunächst nur auf der Bank.

Trotz der Personalprobleme bemühten sich die Dortmunder, die Pleite vom Wochenende wettzumachen. Die Gastgeber bestimmten das Spiel und hatten zahlreiche Tormöglichkeiten. Doch scheiterten Amoroso (11.), Evanilson (12., 17.), Dede (14.) per Freistoß und Ewerthon (32.) entweder am eigenem Unvermögen oder an Lilles starkem Torhüter Gregory Wimbee. Die größte Chance zur Führung gegen die defensiv eingestellten Franzosen vergab der Brasilianer Amoroso (42.), als er den Ball aus fünf Metern über das Tor schoss. Dortmunds Keeper Jens Lehmann musste nur einmal gegen Dagui Orphie Bakari (22.) eingreifen.

Nach dem Wechsel wurden die Gäste etwas offensiver, ohne allerdings zunächst zu gefährlichen Aktionen zu kommen. Die Dortmunder konnten die sich bietenden Räume nicht nutzen. Die in der zweiten Halbzeit völlig undisponierten Gastgeber brachten keinen vernünftigen Spielaufbau mehr zustande. In der 73. Minute hatten die Dortmunder großes Glück: Der drei Minuten zuvor eingewechselte Giuseppe Reina musste zwei Mal auf der Linie gegen den ebenfalls Sekunden vorher ins Spiel gekommene Bassir und gegen Lilles Abwehrchef Pascal Cygan retten.

Reina (82.) hatte auch wenig später die große Chance, das Spiel zu entscheiden, scheiterte aber freistehend an OSC-Keeper Wambee. In den Schlussminuten machten die Franzosen noch einmal Druck. Doch Borussias Deckung um die besten Dortmunder Christian Wörns und Christoph Metzelder verteidigten mit viel Glück das notwendige Remis.

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