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0:1: Bayern zu harmlos bei Juventus Turin

Der Champions League-Auftritt bei Juventus Turin hat für den FC Bayern München ein unglückliches Ende genommen. Mit dem 0:1 (0:0) beim italienischen Rekordmeister verpassten die Bayern ihr Wunschergebnis und die vorzeitige Weichenstellung in Richtung Achtelfinale.

dpa TURIN. Der Champions League-Auftritt bei Juventus Turin hat für den FC Bayern München ein unglückliches Ende genommen. Mit dem 0:1 (0:0) beim italienischen Rekordmeister verpassten die Bayern ihr Wunschergebnis und die vorzeitige Weichenstellung in Richtung Achtelfinale.

In einer den hohen Erwartungen nicht gerecht werdenden Partie erzielte Pavel Nedved in der 75. Minute den Siegtreffer und brachte den Bayern in der Gruppe C nach zwei Siegen die erste Niederlage bei. Bereits am 3. November bietet sich den Münchnern zu Hause allerdings die Chance zur Revanche gegen Juve.

Vor 20 000 Zuschauern brachte das späte Tor durch Europas Fußballer des Jahres die Bayern um den Lohn für eine disziplinierte Defensiv-Leistung. Allerdings konnten sich die Münchner im Spiel nach vorne überhaupt nicht entfalten. Zur Enttäuschung über die Niederlage kam der Ärger über einige unbesonnene Anhänger, die Feuerwerkskörper auf den Rasen und in den Fan-Block der Juve-Anhänger warfen und den Bayern damit eine saftige Geldstrafe durch die Uefa eingebracht haben dürften.

Drei Tage nach der 0:1-Enttäuschung in der Bundesliga gegen Schalke 04 und den neuerlichen Sorgen um Sebastian Deisler war für die Bayern im ersten Europacup-Duell gegen Juventus Sicherheit oberstes Gebot. Für den aus dem Kader gestrichenen Owen Hargreaves feierte der Franzose Willy Sagnol ein eindrucksvolles Comeback in der Anfangsformation der Münchner. Der Abwehrspieler, der bei der Europameisterschaft einen Armbruch erlitten hatte, bildete zusammen mit Torsten Frings eine zusätzliche Absicherung vor der Abwehr.

Während sich die Hintermannschaft der Bayern als stabile Einheit präsentierte und zunächst nur eine Kopfball-Chance von Zlatan Ibrahimovic (8.) zuließ, fehlte der Offensive einmal mehr jegliche Durchschlagskraft. Das Mittelfeld um Michael Ballack und Ze Roberto, der für den erneut erkrankten Deisler in die Startelf zurückkehrte, war nicht in der Lage, das Bollwerk der Turiner um Fabio Cannavaro zu knacken. In vorderster Front war "Tor-Phantom" Roy Makaay, der zehn der letzten zwölf Champions League-Treffer der Bayern erzielt hatte, als einzige Spitze völlig auf sich allein gestellt.

Die einzige Möglichkeit für den zuletzt gegen Ajax Amsterdam drei Mal erfolgreichen Niederländer entsprang einem Stellungsfehler von Lilian Thuram (23.), doch Jonathan Zebina bügelte den Schnitzer seines Nebenmannes aus. "Es ist ein sehr taktisches Spiel und nicht sehr attraktiv. Aber wir stehen hinten sehr gut", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß zur Halbzeit zufrieden.

Oliver Kahn war in seinem 80. Champions League-Spiel 45 Minuten lang nahezu unbeschäftigt, danach stand der Nationaltorhüter bei zunehmendem Druck der Italiener häufiger im Brennpunkt. Als er einen verunglückten Schuss des Ex-Leverkuseners Emerson (51.) nicht festhalten konnte, hätte der Keeper seine Mannschaft beinahe auf die Verliererstraße gebracht. Der nachsetzende Alessandro del Piero, nach Achillessehnenproblemen überraschend wieder im Team der Turiner, wusste mit der sich bietenden Großchance aus zwei Metern jedoch nichts anzufangen. Erst eine Viertelstunde vor Schluss musste sich Kahn doch geschlagen geben, als sich Nedved auf engstem Raum energisch durchsetzte.

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