0:3 in Dnjepropetrowsk
HSV blamiert sich im UEFA-Pokal

Der Hamburger SV schied mit einer desolaten Leistung sang- und klanglos in der ersten Runde des UEFA-Pokals aus.

HB DNJEPROPETROWSK. Drei Wochen nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel verloren die Norddeutschen am Mittwoch bei Dnjepr Dnjepropetrowsk mit 0:3 (0:1) und setzten mit dem K.o. in der ersten Runde des Wettbewerbs fest eingeplante Millionen-Einnahmen in den Sand. Vor 24 000 Zuschauern im Stadion Meteor blieb der enttäuschend schwache Bundesliga-Zwölfte eine Antwort auf den frühen Rückstand durch Dimitri Michailenko (5.) schuldig und ging am Ende nach weiteren Treffern der Ukrainer durch Alexander Rykun (68.) und Oleg Wenglinski (79.) regelrecht unter.

"Es ist eminent wichtig, dass wir hier erfolgreich sind", hatte Bernd Hoffmann auch angesichts der drohenden finanziellen Konsequenzen noch einmal an die Spieler appelliert. Doch die Worte des Vorstandschefs zeigten nicht die erhoffte Wirkung. Dabei hatte Trainer Kurt Jara versucht, dem Spiel seiner Mannschaft mit personellen Veränderungen dringend benötigte Impulse zu geben.

Doch weder Bernd Hollerbach, nach seiner Achillessehnenoperation erstmals in dieser Saison im Einsatz, noch Rodolfo Cardoso erfüllten die Erwartungen. Der Argentinier, zum ersten Mal seit dem Bundesliga- Auftakt am 2. August gegen Hannover in der Startelf, erwies sich als Spielmacher als Totalausfall. Da auch Mehdi Mahdavikia nach Länderspiel-Einsätzen für sein Heimatland Iran müde wirkte, lief in der Offensive kaum etwas zusammen.

Aber auch die Abwehr war zum Entsetzen der rund 300 mitgereisten HSV-Fans in entscheidenden Momenten nicht im Bilde. Mit dem schnellen 0:1 durch Michailenko nach dem ersten Eckball für Dnjepr gerieten die Hamburger schon zum achten Mal in dieser Saison in Rückstand. 20 Minuten später konnte sich der HSV beim schottischen Schiedsrichter Douglas McDonald bedanken, dass es nicht schon 0:2 hieß. Denn Torhüter Martin Pieckenhagen bekam den Kopfball von Michailenko erst hinter der Linie zu packen. Bezeichnend für die Harmlosigkeit des HSV, dass Marcel Maltritz erst in der 41. Minute den ersten Schuss auf das Tor der Ukrainer abgab.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte der HSV Glück, dass der von Nico-Jan Hoogma und Tomas Ujfalusi kaum zu bremsende Wenglinski zwei Mal frei vor dem Tor Nerven zeigte (47./50.). Erst nach gut einer Stunde musste Dnjepr-Schlussmann Artem Kusli bei einer Doppel-Chance für Mahdavikia und Takahara erstmals ins Geschehen eingreifen. Doch die Angriffe entpuppten sich lediglich als Strohfeuer: Auf Zuspiel des überragenden Wenglinski machte Rykun mit einem strammen Schuss aus 14 Metern alles klar für den zweifachen Meister der ehemaligen UdSSR.

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