0,75 Prozent für 2001
IWF nimmt deutsche Wachstumsprognose erneut zurück

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland erneut nach unten revidiert. Mit seiner jüngsten Schätzung des deutschen Wirtschaftswachstums von 0,75 % für dieses und einem Wert am unteren Ende der Spanne von 1,0 bis 1,5 % im nächsten Jahr liege der IWF etwa auf dem Niveau der jüngsten Schätzungen der Bundesregierung, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Reuters BERLIN. Die Bundesregierung hatte kürzlich ihre Prognosen deutlich auf einen Zuwachs von 0,75 % in diesem und 1,25 % im nächsten Jahr zurückgenommen. Der IWF selbst hatte in seinem letzten Welt-Ausblick für Deutschland ein Plus von 0,8 % in diesem und 1,8 % im nächsten Jahr genannt.

Inflationsgefahren sehe das IWF angesichts der moderaten Konjunkturerholung, der gesunkenen Ölpreise und der erwarteten zurückhaltenden Lohnrunde für Deutschland derzeit nicht, teilte das Ministeirum mit. Der IWF sehe in seinem jüngsten Bericht auch keinen Anlaß für zusätzliche konjunkturstabilisierende Maßnahmen. Die Organisation empfehle, an den staatlichen Ausgabenplänen festzuhalten und die automatischen Stabilisatoren wirken zu lassen, also keine zusätzlichen Ausgabenkürzungen wegen konjunkturbedinger Mindereinnahmen und Mehrausgaben vorzunehmen. Am Arbeitsmarkt sehe der IWF großen Reformbedarf. Zugleich empfahl der IWF Deutschland, wie die Organisation in New York mitteilte, die für 2003 geplanten Steuerentlastungen auf 2002 vorzuziehen.

Im Juli des Jahres hatte der IWF noch ein Plus von 1,25 % in diesem und zwei Prozent für Deutschland im nächsten Jahr erwartet.

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