0,77 Euro Dividende
Preussag erneut vor Rekordergebnis

Das Tourismusunternehmen vermeldete am Mittwoch in Hannover für das Geschäftsjahr 1999/2000 (30. September) eine "kräftige Ergebnissteigerung". Zahlen wurden nicht genannt.

dpa HANNOVER. Der Preussag-Konzern steht erneut vor einem Rekordgewinn. Das Tourismusunternehmen vermeldete am Mittwoch in Hannover für das Geschäftsjahr 1999/2000 (30. September) eine "kräftige Ergebnissteigerung". Zahlen wurden nicht genannt. Der Vorstandsvorsitzende Michael Frenzel sagte aber, das Ergebnis dieses Jahres reihe sich in die "positive Entwicklung" eines "stetigen Ergebniswachstums" ein. Im vergangenen Jahr hatte Preussag den Gewinn vor Steuern um elf Prozent auf 533 Mill. Euro (1,043 Mrd.. DM) gesteigert und damit einen Rekord erzielt.

Bei einer wie im Vorjahr zweistelligen Steigerung dürfte sich das Vorsteuerergebnis 1999/2000 in der Nähe von 600 Mill. Euro bewegen. Die Dividende soll dem Beschluss des Preussag- Vorstands zufolge mit 0,77 Euro pro Aktie auf Vorjahresniveau liegen. Dem muss der Aufsichtsrat auf einer Sitzung am 29. März 2001 noch zustimmen.

Der Konzern verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Außenumsatz (ohne den Zahlungsverkehr von Konzerntöchtern untereinander) von rund 22 Mrd. Euro (43 Mrd. DM). Dazu trug die Tourismussparte mit TUI, Hapag-Lloyd, Thomas Cook (neun Monate) und Thomson Travel (drei Monate) etwa 50 % bei. Im Geschäftsjahr 2002 sollen es fast 80 % sein. Dazu plant die Preussag AG nach dem Einstieg beim französischen Reiseanbieter Nouvelles Frontières neue Akquisitionen und den Verkauf großer Teile seiner Industriebeteiligungen. Die Börse honorierte dies: Die Preussag-Aktie legte bei einem schwachen Marktumfeld um 2,37 % auf 39,25 Euro zu.

Unterdessen scheint der für die Preussag wichtige Verkauf des britischen Reiseunternehmens Thomas Cook näher zu rücken. Die Thomas Cook Holding bestätigte am Mittwoch in London den Verkauf der Finanzsparte an die Travelex-Gruppe, die unter anderem Wechselstuben betreibt. Branchenexperten werteten dies als Zeichen für den bevorstehenden Verkauf des ganzen Unternehmens. Die Preussag muss ihre 50,1 % an Thomas Cook aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nach der Übernahme von Thomson Travel abgeben. Den Erlös braucht der Konzern, um Teile dieses Kaufs zu bezahlen.

Cook zufolge gibt es wegen der Übernahme Gespräche mit der amerikanischen Carlson-Gruppe, die bereits 22 % an Cook hält. Sie sei an den 50,1 % der Preussag und den restlichen 27,9 % im Besitz der Westdeutschen Landesbank interessiert.

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