1:0 gegen Austria Wien
Ricken schießt den BVB weiter

Borussia Dortmund bleibt im internationalen Geschäft und sichert sich damit wichtige millionenschwere Zusatzeinnahmen. Die Fans erlebten eine sehr ökonomisch spielende Sammer-Elf: Minimaler Aufwand, maximaler Ertrag.

HB DORTMUND. An einem schwarzen Mittwoch, an dem sich Hertha BSC und der Hamburger SV kläglich verabschiedeten, verhinderten die Westfalen vor 50 500 Zuschauern mit einem verdienten, wenn auch glanzlosen 1:0 (1:0) gegen Austria Wien eine totale Pleite des deutschen Fußballs. Drei Wochen nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel in der österreichischen Hauptstadt beseitigte Lars Ricken mit seinem 14. Europacup-Tor in der 17. Minute die letzten Zweifel am Weiterkommen der Borussen.

Minimaler Aufwand, maximaler Ertrag: Unter diesem Motto stand das 157. Europacup-Spiel der Schwarz-Gelben, die nach Wochen des personellen Notstands immerhin wieder auf die genesenen Jan Koller und Juan Ramon Fernandez zurückgreifen konnten. Nach auskurierter Lungenentzündung überzeugte der Tscheche bis zu seiner Auswechslung in der 77. Minute wieder mit viel Einsatz und großer Laufbereitschaft. Tomas Rosicky, der sich vor drei Wochen einer Blinddarmoperation unterziehen musste, durfte sich in einer erst nach dem Seitenwechsel unterhaltsamen Partie als Einwechselspieler über ein 23-minütiges Comeback freuen.

Die leisen Bedenken im BVB-Lager, dass trotz des Erfolges von Wien noch etwas schief gehen könnte, zerstreute Ricken nach nur 17 Minuten. Der 27-Jährige, dem bereits beim Hinspiel im Ernst Happel- Stadion das Siegtor gelungen war, köpfte völlig unbedrängt eine Flanke des Brasilianers Dede ein. In der Folgezeit beschränkten sich die Gastgeber vor allem darauf, die Partie gegen den im Angriff harmlosen österreichischen Meister zu kontrollieren. Die große Möglichkeit zum 2:0 vergab in der 38. Minute Koller, der seinen Kopfball nach Flanke von Christian Wörns nicht richtig platzieren konnte.

Erst als Trainer Joachim Löw nach der Pause Sean Dundee für den enttäuschenden Thorsten Helstad ins Spiel brachte, wurde das Austria- Spiel für einige Minuten druckvoller. Der Ex-Stuttgarter stand in seiner besten Szene (53.) gegen den glänzend reagierenden Roman Weidenfeller sogar dicht vor dem Ausgleich. Doch von dem plötzlich erwachten Offensivgeist der Wiener zeigte sich der BVB kaum beeindruckt. Weitere Chancen von Dede (59.), Ricken (60.) und Ewerthon (67.), der völlig frei vor dem Tor von Austria-Schlussmann Joseph Didulica scheiterte, unterstrichen letztlich die Überlegenheit der Dortmunder, die ohne große Mühe ihren achten Sieg in den letzten neun Pflichtspielen einfuhren.

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