1:2 gegen AC Mailand
Inzaghi versetzt Bayern wohl den K.o.-Schlag

Filippo Inzaghi hat dem FC Bayern München praktisch den vorzeitigen K.o. in der Champions League versetzt. Mit seinen Treffern Nummer sechs und sieben (52./84.) im laufenden Wettbewerb besiegelte der italienische Nationalstürmer am Dienstagabend die 1:2 (0:0)-Niederlage des deutschen Rekordmeisters gegen den AC Mailand, der nach dem dritten Sieg in der Gruppe G bereits für die Zwischenrunde planen kann.

dpa MÜNCHEN. Dagegen liegen die Bayern, für die Claudio Pizarro (54.) vor 59 000 Zuschauern im Olympiastadion der Ausgleich zum 1:1 gelungen war, mit nur einem Zähler aus drei Vorrundenspielen bereits schier aussichtslos hinter der Konkurrenz aus Mailand (9) und La Coruna (6) zurück. Die letzte Chance zum Münchner Ausgleich vereitelte Milans brasilianischer Torhüter Dida, als er einen Freistoß von Michael Ballack (90.) um den Pfosten lenkte.

"Wenn wir gegen Mailand verlieren, können wir uns die Zwischenrunde im Fernsehen anschauen." Mit diesen Worten hatte Franz Beckenbauer den Bayern-Spielern noch einmal den Ernst der Lage klar gemacht. Mit entsprechend großem Engagement gingen die Münchner in ihr erstes Europacup-Duell gegen den AC Mailand seit zwölf Jahren, doch wurde auch schnell deutlich, dass dem deutschen Rekordmeister gegen die nahezu perfekt organisierten Italiener die Ideen fehlten, um den nötigen Druck aufzubauen. Erst als sie sich nach dem Rückstand auf den Kampf verlegten, wankte die Festung Milan.

Ballack war im Mittelfeld der effektivste Münchner und schoss aus allen Lagen aufs Tor, dennoch war im Aufbau vieles dem Zufall überlassen. Da die Flanken zunächst schlecht getimt waren, gab es für die Spitzen Giovane Elber und Pizarro gegen Milans Abwehr-Asse kaum ein Durchkommen. Der 16fache italienische Champion geriet nur dann in Verlegenheit, wenn die Münchner aus der zweiten Reihe schossen. In der 34. Minuten lenkte Torhüter Dida einen 18 m-Schuss von Ballack mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

In der Defensive standen die Münchner zunächst sicher. Thomas Linke und Robert Kovac ließen den antrittsschnellen Inzaghi nicht aus den Augen. Jens Jeremies hatte Rivaldo gut im Griff. Der schwerfällig wirkende Weltmeister ließ nur einmal sein Können aufblitzen, als er sich auf der linken Seite durchsetzte und Jeremies die Hereingabe des Brasilianers vor dem einschussbereiten Rui Costa wegschlug (8.). In der 66. Minute wurde Rivaldo unter Pfiffen ausgewechselt.

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld war zur Halbzeit mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir dürfen jetzt nicht locker lassen und die Disziplin verlieren." Doch schon sieben Minuten nach Wiederbeginn machte Inzaghi den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung. Bei Clarence Seedorfs Hereingabe stand Linke einen Moment lang nicht nah genug bei dem 29-Jährigen, der sein sechstes Tor im laufenden Wettbewerb erzielte. Doch die Bayern schlugen eiskalt zurück. Als Hasan Salihamidzic erstmals präzise in die Mitte flankte, sprang Pizarro höher als Alessandro Nesta und köpfte zum Ausgleich ein. Die Münchner Führung vereitelte wenig später Dida, der einen knallharten Schuss von Ballack (64.) entschärfte.

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