1:2 gegen Barcelona
Kopflose Leverkusener eiskalt ausgekontert

Mit einer 1:2-Heimpleite gegen den FC Barcelona hat Bayer 04 Leverkusen praktisch schon beim ersten Zwischenrunden- Auftritt in der Champions League die Chancen auf das Weiterkommen verspielt. Der deutsche Vizemeister verstand es nicht, die von Dimitar Berbatow (39.) erzielte Führung über die Runden zu bringen und wurde von den Katalanen für ihr kopfloses Anrennen in der Schlussphase eiskalt bestraft.

HB/dpa LEVERKUSEN. In der 48. Minute erzielte der eingewechselte Argentinier Javier Saviola nach einen Patzer seines Landsmannes Diego Placente das 1:1. Zwei Minuten vor Schluss markierte der eingewechselte Marc Overmars den Siegtreffer. Zuvor hatte in der 58. Minute Torwart Jörg einen von Placente an Patrick Kluivert verschuldeten und von Juan Roman Riquelme getreteten Foulelfmeter pariert.

Barcelonas niederländischer Trainer Louis van Gaal überraschte mit einer überaus defensiven Aufstellung, bot mit Patrick Kluivert nur eine Spitze auf und überließ Leverkusen die Initiative. Der gegenüber dem 2:2 am Samstag bei Arminia Bielefeld auf drei Positionen veränderte Bundesligist agierte von Anfang an sehr druckvoll und leidenschaftlich, aber ohne zündende Ideen. Kombinationen waren Mangelware, stattdessen rieben sich die Kreativkräfte wie Bernd Schneider und Yildiray Bastürk immer wieder in Einzelaktionen auf.

Obwohl "Barca" in der ersten Halbzeit praktisch gar keine Angriffsbemühungen unternahm, hatten die Katalanen in der 31. Minute die erste große Chance des Spiels. Nach einem Eckball von Motta kam der junge Verteidiger Fernando zum Kopfball, doch Yildiray Bastürk rettete für seinen geschlagenen Torwart Hans-Jörg Butt auf der Torlinie.

Auch auf der Gegenseite wurde es lediglich bei Standardsituationen gefährlich. In der 35. Minute hatte Schneider mit einer Freistoß- Finte Pech, vier Minuten später aber durften die 22 500 Zuschauer in der ausverkauften BayArena doch den Führungstreffer bejubeln. Nach einem Eckball von Marko Babic profitierte Berbatow vom Stellungsfehler seines Gegenspielers Michael Reiziger und köpfte zum 1:0 ein. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatte der Bulgare sogar das 2:0 auf dem Fuß, diesmal aber war der ansonsten unsicher wirkende Keeper Roberto Bonano zur Stelle.

"Es ist kein riesiger Leckerbissen, sondern eine konzentrierte Leistung", analysierte Bayer-Manager zur Halbzeit, die nach dem Seitenwechsel ein ganz anderes Gesicht bekam. Van Gaal bließ mit der Hereinnahme der Argentinier Saviola und Riquelme zur Offensive, und Leverkusen ließ sich schon nach drei Minuten von den "Jokern" übertölpeln. Diego Placente verstolperte den Ball an seinen Landsmann Saviola, der im Zusammenspiel mit Riquelme die übrige Bayer-Abwehr ausspielte und zum 1:1 abschloss.

Leverkusen zeigte sich von dem Treffer geschockt, allen voran Placente erwies sich als Sicherheitsrisiko. Der Argentinier verschuldete in der 58. Minute mit einem Foul an Kluivert auch den Foulelfmeter, den Butt aber gegen Riquelme parierte. In der Schlussphase warf Leverkusen alles nach vorn - und wurde dafür durch Overmars bestraft.

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