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1:2 in Rotterdam - Schalke bangt um Gruppensieg

Mit einer unnötigen Niederlage hat ein zu sorgloser FC Schalke 04 den wichtigen Gruppensieg in der Uefa-Cup-Zwischenrunde fast schon verspielt.

dpa ROTTERDAM. Mit einer unnötigen Niederlage hat ein zu sorgloser FC Schalke 04 den wichtigen Gruppensieg in der Uefa-Cup-Zwischenrunde fast schon verspielt.

Durch den 1:2 (1:2)-Rückschlag bei Feyenoord Rotterdam fielen die "Knappen" in der Gruppe A auf den zweiten Platz zurück und müssen nun im Kampf um den Gruppensieg auf eine Rotterdamer Niederlage am 9. Dezember beim FC Basel hoffen. Sonst droht den in einer Woche spielfreien Schalkern bei der Auslosung zur K.o.-Runde ein "Hammerlos".

Vor 48 000 Zuschauern im Stadion De Kuip hatte Mike Hanke (7.) die Gäste zwar in Führung gebracht, doch Salomon Kalou (32./41.) drehte den Spieß zu Gunsten der Hausherren mit einem Doppelschlag um. Für Coach Ralf Rangnick war es im 15. Pflichtspiel die zweite Niederlage.

Vier Tage vor dem Bundesliga-Prestigederby bei Borussia Dortmund schonte Rangnick im 30. Pflichtspiel seit Mitte Juli zunächst die Leistungsträger Ebbe Sand und Gerald Asamoah, zudem fehlten die verletzten Brasilianer Bordon und Lincoln. Ohne dieses Quartett und mit der sicheren Qualifikation für die nächste Runde im Rücken agierten die Gäste eine Halbzeit lang zu sorglos und ließen Feyenoord kommen. Erst recht nach der frühen Führung, die Christian Poulsen nach Sven Vermants Kopfball per Hinterkopf vorbereitete. Hanke staubte aus Nahdistanz ab und zog mit seinem neunten Treffer mit dem Schalker Europacup-Rekordschützen Marc Wilmots gleich.

Poulsen (16.) und Hanke (35.) ließen weitere gute Chancen aus. Der anfangs äußerst harmlose Vierte der niederländischen Ehrendivision kam nach der Hereinnahme des Japaners Shinji Ono (30.) auch deshalb immer besser ins Match, weil die "Knappen" immer lässiger zu Werke gingen. Dies bestrafte Kalou, der mit "Oranje"-Stürmer Dirk Kuyt ein starkes Angriffs-Duo bildete, mit zwei Treffern. Beide Male profitierte er von Gast-Geschenken: Erst leistete sich Poulsen einen Fehlpass, dann stand Hamit Altintop viel zu weit von Kalou weg.

Mit Asamoahs und später auch Sands Hereinnahme setzte Rangnick gegen die wegen des Todes von Prinz Bernhard nach der Pause mit Trauerflor spielenden Rotterdamer voll auf Offensive. Nachdem Hanke (50./67.) zwei weitere gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt ließ, mussten die nun wieder sehr engagiert aufspielenden Gelsenkirchner volles Risiko gehen. Der eingewechselte Belgier Buffel (75.) und Kuyt (79.) hatten gegen die aufgerückten Bundesliga-Profis gute Konterchancen. Lewan Kobiaschwili (89.) vergab kurz vor dem Abpfiff die letzte Möglichkeit für die zu spät aufgewachten Deutschen.

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