1,20 Dollar weiter im Blick
Euro fällt nach Gewinnmitnahmen

Nach dem Erreichen eines neuen Allzeithochs am Vortag hat der Euro am Mittwoch auf Grund von Gewinnmitnahmen zum Dollar verloren.

Reuters FRANKFURT. Allein im Mai hat die Gemeinschaftswährung zur US-Währung rund acht Prozent zugelegt. Am Dienstag hatte die vor knapp viereinhalb Jahren an den Märkten eingeführte europäische Gemeinschaftswährung auf ihrem höchsten je erreichten Stand von 1,1932 Dollar notiert. Wegen Gewinnmitnahmen fiel der Euro zurück. Händlern zufolge peilt die Währung zwar die Marke von 1,20 Dollar an, zuvor sei aber eine weitere Konsolidierung nicht auszuschließen. Gegen 9.40 Uhr MESZ notierte der Euro mit 1,1785/95 Dollar nach 1,1812/18 Dollar zu Handelsschluss am Vorabend in New York.

Der Euro hatte in den vergangenen Wochen wegen höherer Renditen in der Euro-Zone im Vergleich zu den USA Investoren angelockt. Der Schlüsselzins in den USA liegt bei 1,25 % - dem niedrigsten Stand seit mehr als 40 Jahren - in der Euro-Zone liegt er bei 2,5 %. Eine nun für kommende Woche erwartete Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte den Euro Analysten zufolge dieser Anziehungskraft berauben. "Leute, die wegen des Zinsunterschieds zwischen USA und Euro-Zone Euro gekauft haben, könnten ihre Positionen abbauen müssen, wenn die EZB wirklich die Zinsen senkt", sagte Devisenmanager Hiroyuki Watanabe von der Shinsei Bank.Einige Analysten sind allerdings auch gegensätzlicher Meinung. "Ich denke, die EZB wird die Zinsen senken, aber es wird dem Euro helfen", sagte Kenji Kobayashi von der Bank of Tokyo-Mitsubishi. "Wenn sie senkt, könnte das der europäischen Wirtschaft helfen."

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