1:4 in der heimischen Arena
Einfach peinlich, Schalke

Mit einer indiskutablen Vorstellung hat sich der FC Schalke 04 sechs Tage nach dem Aus im DFB-Pokal auch aus dem Uefa-Cup verabschiedet. War die Niederlage im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern München noch unglücklich, so war das 1:4 (1:1) gegen Wisla Krakau eine Blamage, zumal die "Königsblauen" mit aller Macht im internationalen Wettbewerb überwintern wollten.

HB/dpa GELSENKIRCHEN. Die Führung der Polen durch Maciej Zurawski (40.), der in der Liga schon 15 Mal traf, konnte der Pole Tomasz Hajto zwei Minuten später ausgleichen. Doch die Treffer des Nigerianers Kalu Uche (50.), abermals Zurawski (85.) und Kamil Kosowski (90.) bedeuteten vor 50 830 Zuschauern am Dienstag das Drittrunden-Aus des Uefa-Cup-Gewinners von 1997.

"Dass wir gegen eine polnische Mannschaft mit 1:4 verlieren, das ist einfach peinlich", sagte Ebbe Sand. Krakau erreichte erstmals seit der Saison 1984/85 wieder das Achtelfinale eines Europacup-Wettbewerbs und erzielte mehr Tore, als die Schalker in den vorangegangenen 13 ?pacup-Heimpartien hinnehmen mussten - das war nur eins. Ausschlaggebend für das Ausscheiden war aber nicht das Spiel in der Arena "Auf Schalke", sondern das 1:1 im Hinspiel. "Es ist müßig darüber zu diskutieren", meinte Keeper Frank Rost. "Heute haben wir eine Vorführung bekommen."

Trainer Frank Neubarth hatte viel Mut zur Offensive bewiesen. Auf 0:0 zu spielen, "darauf können wir uns nicht verlassen", sagte er und durfte sich über die Rückkehr von Jörg Böhme und Nico van Kerckhoven freuen. Der Belgier machte nach seiner Knieverletzung sein erstes Saisonspiel von Beginn an. Der Mut zur Offensive lohnte sich nicht. Statt Chancen vor des Gegners Tor, gab es brenzlige Situationen zu Hauf vor dem Gehäuse von Rost, der Schlimmeres verhinderte. So schon in der 17. Minute, als er Krakaus Kapitän Kosowski gerade noch stoppen konnte. In der 40. Minute er aber machtlos. Eine Flanke Kosowskis verwertete Zurawski zur verdienten Führung.

Schalke hätte durch Emile Mpenza, der mit einem Abseitstor die bis dahin einzige aufregende Situation der Gastgeber hervorgerufen hatte, mit etwas Glück sofort ausgleichen können. So dauerte es bis zur 42. Minute, ehe Hajto gegen seine Landsleute traf. Jop hatte sich beim Versuch, den Ball wegzuköpfen, reichlich ungeschickt angestellt.

"Das wird noch ein hartes Stück Arbeit", sagte Manager Rudi Assauer und sein Blick verriet, wie schwarz er schon sah. Dabei schienen ihn die Schalker Lügen strafen zu wollen. Doch Ebbe Sand und Christian Poulsen schafften die Führung nicht. Die gelang Uche in der 50. Minute - und wieder leistete Kosowski die Vorarbeit.

Der beste Pole sorgte auch danach für viel Wirbel vor dem Schalker Tor. Die beste Chance zur Vorentscheidung aber hatte Zurawski (61.). Neubarth setzte in der letzten halben Stunde alles auf eine Karte, doch auch die Einwechslung von Victor Agali, Marc Wilmots und Mike Hanke brachte nichts. Stattdessen trafen die Polen noch zwei Mal.

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