1,5 Millionen Stückaktien
GAP-Aktien kosten zwischen 13 und 15 Euro

Der Ausgabepreis soll am 18. September bekannt gegeben werden. Angeboten werden 1,506 Mill. Stückaktien mit einem Nennwert von einem Euro.

Reuters MÜNCHEN. Die Aktien der Telematik-Firma GAP AG aus Oberhaching werden in einer Preisfindungsspanne von 13 bis 15 Euro zur Zeichnung angeboten. Das teilten das Unternehmen und die konsortialführende Bank M.M. Warburg am Montag in München mit. Anleger können die Titel vom 12. bis zum 15. September zeichnen. Die Erstnotiz am Neuen Markt ist für den 20. September geplant. Den Erlös aus dem Börsengang werde vor allem in den Aufbau von Auslandstöchtern und die technische Weiterentwicklung der Produkte investiert, sagte Firmengründer und Vorstandschef Ditmar Prigge. In den nächsten vier Jahren rechnet er mit einer jährlichen Umsatzsteigerung von knapp 150 %. Die Gewinnschwelle will GAP im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 erreichen. Im vorbörsliche Handel per Erscheinen wurden die Aktien am frühen Montagnachmittag zwischen 33 und 36 Euro gehandelt.

Im vergangenen Geschäftsjahr 1999/2000 (zum 30. Juni) hatte der Börsenkandidat einen Umsatz von 7,9 Mill. DM und einen Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) von rund 3,3 Mill. DM erzielt. Im laufenden Jahr soll sich der der Umsatz den Plänen zufolge auf 22,2 Mill. DM fast verdreifachen, der Verlust vor Steuern und Zinsen zunächst auf mehr als vier Mill. DM ausweiten. "Von den über 22 Mill. DM Umsatz ist bereits die Hälfte über Aufträge in den Büchern - und das schon nach zwei Monaten im neuen Geschäftsjahr", sagte Prigge.

Gestohlene Autos können geortet werden

Mit seinen Telematik- und Telemetrie-Produkten sieht sich GAP an forderster Front bei der technologischen Entwicklung. So sei der Bordcomputer "BCmini", mit dem man jedes Fahrzeug und jeden Gegenstand über das Global Positioning System (GPS) auf fünf Meter genau orten könne, kleiner und preiswerter als die Produkte der Konkurrenz, sagte Frank Heineck, der designierte GAP-Vertriebsvorstand. Gestohlene Autos könnten damit in Minutenschnelle gefunden und Fahrzeug-Flotten gemanaged werden. Gleichzeitig könne der Fahrer über die kleine Box Notrufe absetzen und navigieren.

Der Markt für solche Telematik-Produkte biete enorme Wachstumschancen. Bei einem prognostizierten Marktwachstum von bis zu 160 Prozent jährlich müsse GAP noch nicht einmal seinen Weltmarktanteil von rund einem Prozent erhöhen, um seine Ziele zu erreichen, sagte Heineck. Durch den Technologievorsprung sehe er aber durchaus Chancen, dass GAP auch ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichne.

Bisher ist GAP vor allem in Europa, Südafrika und Asien vertreten. Noch in diesem Jahr sollen den Angaben zufolge neue Töchter in Großbritannien, Hongkong, Ausstralien und China gegründet werden. Mittelfristig werde GAP bis zu 30 Prozent der Haupteinnahmen in Asien und Südafrika erzielen, hieß es. USA und Japan seien die nächsten Märkte, in die GAP expandieren werde. Bei dem Börsengang werden den Angaben zufolge 1,506 Mill. Stückaktien mit einem Nennwert von einem Euro zu Zeichnung angeboten. Davon stammen 1,356 Mill. aus einer Kapitalerhöhung. Für eine mögliche Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) stellen die Altaktionäre weitere 150 000 Aktien zu Verfügung. Nach dem Börsengang sollen sich 30,7 % des Anteils in Streubesitz befinden. Das Konsortium besteht neben M.M. Warburg aus der Fortis Bank und der Hamburgischen Landesbank.

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