1,9 Prozent Inflation
In Euroland herrscht wieder Preisstabilität

In Euroland herrscht mit einer Inflationsrate von 1,9 % wieder Preisstabilität. Die Jahres-Rate sank im Mai auf diesen Wert nach 2,1 % im April, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Die Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung vom Monatsbeginn.

HB/dpa LUXEMBURG. Nach den Regeln der Europäischen Zentralbank (EZB) herrscht Preisstabilität in der Eurozone mit den zwölf Ländern der Gemeinschaftswährung bei einer Inflationsrate unter zwei Prozent. Seit August vergangenen Jahres hatte die Teuerungsrate die Marke von zwei Prozent jeweils erreicht oder überschritten.

In der gesamten EU mit 15 Ländern sank die jährliche Inflationsrate im Mai auf 1,8 % nach 2,0 % im April. Am höchsten lag sie in Irland mit 3,9 %, am niedrigsten in Deutschland mit 0,6 %.

EZB-Präsident Wim Duisenberg hatte unlängst in Brüssel gesagt, Inflationsgefahren drohten derzeit im Euroland nicht. Die durchschnittliche Rate des Gesamtjahres dürfte etwa auf dem Niveau des Mai-Wertes liegen. Für 2004 hatte der EZB-Chef einen wesentlichen niedrigeren Wert vorhergesagt.

Eurostat äußerte sich zudem erneut zu der vor allem in Deutschland geführten "Teuro"-Debatte. Die Behörde bestätigte den Eindruck vieler Verbraucher, dass Preise für einige Lebensmittel oder einen Restaurant-Besuch in den ersten Monaten des vergangenen Jahres gestiegen seien. Dennoch habe die Euro-Bargeldeinführung zum 1. Januar 2002 nur in einer Spanne von 0,09 bis 0,28 %punkten zur Gesamtjahres-Inflationsrate von 2,3 % beigetragen. Dies sei kein wesentlicher Anteil.

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