1,9 % an Wert aufgrund Gerüchten verloren
MAN-Aktie ist Opfer der Spekulation

Die Käufer der MAN-Aktie reagierten empfindlich auf das Gerücht, dass die Aktie aus dem Dax genommen würde. Erst am Donnerstag kann Genaueres über die mögliche Änderung gesagt werden. Laut MAN sei aber nichts besonderes zu erwarten, da kein Unternehmen im Dax die Aufnahmekriterien erfülle.

Reuters FRANKFURT. Spekulationen über eine mögliche Herausnahme aus dem wichtigsten deutschen Aktienindex Dax haben am Mittwoch Händlern zufolge die Aktien von MAN belastet. Die Titel verloren in einem schwachen Marktumfeld 1,9 % auf 25,13 Euro, während der Dax ein Minus von 0,3 % verzeichnete. Händler verwiesen auf Marktgerüchte, die bereits am Dienstag aufgekommen seien, dass die Anteilsscheine von MAN aus dem Dax heraus genommen werden könnten. "MAN war schon immer ein Wackelkandidat", sagte ein Börsianer.

Die Deutsche Börse will am Donnerstag nach Börsenschluss aktuelle Zahlen über Marktkapitalisierung und Börsenumsatz der notierten Unternehmen veröffentlichen, auf deren Basis etwaige Änderungen an den Kursbarometern vorgenommen werden können, die dann noch Anfang August beschlossen würden. Vor der Veröffentlichung der Daten am Donnerstag seien allerdings Prognosen von möglichen Änderungen in den Indizes reine Spekulation, sagte ein Index-Analyst.

Kein Unternehmen erfüllt Aufnahmekriterien

Branchenexperten zeigten sich allerdings skeptisch, dass MAN-Aktien aus dem deutschen Leitindex herausgenommen würden, da kein anderes Unternehmen die Aufnahmekriterien für den Dax derzeit erfüllen würde. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass MAN "raus fällt, da es keinen eindeutigen anderen Kandidaten gibt", sagte Ingo Schmitz, Analyst bei der Deutschen Bank.

Einige Händler verwiesen auf den Kosmetikkonzern Beiersdorf, der als potenzieller Dax-Kandidat gelte. Beiersdorf-Aktien notierten um 0,5 % leichter bei 134,10 Euro. Schmitz hielt einen Dax-Aufstieg von Beiersdorf auf Grund des relativ geringen Streubesitzes und Umsatzes allerdings für unwahrscheinlich.

Die Kriterien der Börse für neue Kandidaten seien zumindest im vergangenen Jahr äußerst konservativ gewesen, sagte Schmitz. Bereits vor einem Jahr habe MLP zwar bei Börsenkapitalisierung und Umsatz die erforderlichen Kriterien erfüllt, die Aktien seien aber erst in der vergangenen Woche in den Index aufgenommen worden.

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