1. FC Kaiserslautern trennt sich von Teamchef
Andi Brehme muss gehen

Der 1. FC Kaiserslautern hat die Konsequenzen aus dem Bundesliga-Fehlstart gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Teamchef Andreas Brehme getrennt.

HB/dpa KAISERSLAUTERN. Die Entscheidung wurde am Sonntagabend auf der Aufsichtsratssitzung des Vereins getroffen und am Montag mitgeteilt. Brehmes Entlassung ist die insgesamt 264. in der Bundesliga-Geschichte. Sein Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2004. Das Training wird vorläufig von dem bisherigen Co-Trainer Karlheinz Emig geleitet.

Gleichzeitig trat Jürgen Friedrich als Vorstandsvorsitzender zurück. Die Geschäfte des Vereins führen bis auf weiteres Vorstandsmitglied Gerhard Herzog und der bisherige Prokurist Erwin Göbel.

Brehme hatte den Trainerposten am 6. Oktober 2000 als Nachfolger von Otto Rehhagel übernommen. Der 41-Jährige betreute die Pfälzer in 64 Bundesliga-Spielen, konnte die hoch gesteckten Erwartungen aber nicht erfüllen. Nachdem er in der Vorsaison mit der Mannschaft zum zweiten Mal in Folge den Einzug in einen internationalen Wettbewerb verpasst hatte, stand Brehme bereits im Mai vor dem Rauswurf. Zum damaligen Zeitpunkt war eine Entlassung des Weltmeisters von 1990 an dem Veto des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Friedrich gescheitert.

Der 58-jährige Friedrich zog mit seinem freiwilligen Ausscheiden offenbar die Konsequenzen aus der Trennung von Brehme. Nach dem 0:3 der Pfälzer am Samstag bei Borussia Mönchengladbach hatte Friedrich noch erklärt, solange er die Geschicke des Vereins leite, werde Brehme Trainer bleiben.

Nachfolger von Friedrich soll Rene C. Jäggi werden. Der Schweizer weilte am Sonntag zu Gesprächen in Kaiserslautern, die laut Vereinsangaben sehr konstruktiv verlaufen seien. Eine Entscheidung über das Engagement Jäggis fällt jedoch nicht vor dem 3. September. Für diesen Tag haben beide Seiten die Fortsetzung der Gespräche vereinbart.

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