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1. FFC Frankfurt will zurück an die Spitze

Der 1. FFC Frankfurt will die an den 1. FFC Turbine Potsdam verlorene Vormachtstellung im deutschen Frauenfußball zurückerobern. Die Verantwortlichen der Hessen lassen vor der beginnenden Bundesligasaison keinen Zweifel an der Zielsetzung.

dpa DÜSSELDORF. Der 1. FFC Frankfurt will die an den 1. FFC Turbine Potsdam verlorene Vormachtstellung im deutschen Frauenfußball zurückerobern. Die Verantwortlichen der Hessen lassen vor der beginnenden Bundesligasaison keinen Zweifel an der Zielsetzung.

"Ich möchte die erfolgreiche Arbeit von Monika Staab fortsetzen und den Meistertitel zurückholen, um wieder international zu spielen", sagte der neue FFC-Coach Jürgen Tritschoks, der vor dieser Spielzeit den Cheftrainerposten von Monika Staab übernahm.

Staab, die den FFC zu vier Meistertiteln (1999, 2001-2003), fünf Pokaltriumphen (1999-2003) und dem Uefa-Cup-Sieg 2002 geführt hatte, bleibt dem Club als Sportliche Leiterin erhalten und unterstützt ihren Nachfolger nach Kräften. Sie ist überzeugt, dass Tritschoks der Elf neue Impulse gibt und sie wieder an die nationale und internationale Spitze führt. "Es zählt nur der Titel und der Einzug ins Pokalfinale in Berlin. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben und jede Spielerin 100 % gibt, dürften die Ziele realistisch sein", meinte Staab vor dem Derby beim FSV Frankfurt.

Prominentester Neuzugang ist Weltmeisterin Kerstin Garefrekes, die aus Rheine kam und im Vorjahr Bundesliga-Torschützenkönigin war. Gemeinsam mit Weltfußballerin Birgit Prinz soll Garefrekes für Top-Qualität in der FFC-Offensive sorgen. Allerdings verlor man in Nationalverteidigerin Sandra Minnert auch ein versiertes Abwehr-Ass an den Konkurrenten SC 07 Bad Neuenahr.

Den Angriff abwehren will Double-Gewinner Turbine Potsdam. Nach vielen vergeblichen Anläufen war es den "Kronprinzessinnen" aus Brandenburg im Vorjahr endlich gelungen, die Frankfurterinnen vom "Sockel" zu stoßen. Trainer Bernd Schröder hat auch diesmal eine mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespikte Auswahl zur Verfügung, die aber erstmals die Zusatzbelastung im Uefa-Pokal verkraften muss und gleich auf drei Hochzeiten erfolgreich tanzen will. Dennoch werden Frankfurt und Potsdam die Meisterschaft sicher unter sich ausmachen.

Neu unter den zwölf Vereinen der 1. Frauen-Bundesliga sind der TSV Crailsheim und die SG Essen-Schönebeck. Das Ziel für beide Clubs heißt Klassenverbleib. "Wir wollen zwei Teams hinter uns lassen. Und ich denke, dass das auch möglich ist. Immerhin haben wir einige Bundesliga erfahrene Akteurinnen", sagte Essens Trainer Ralf Agolli, der vor allem auf die "Begeisterung der Spielerinnen" und die Aufstiegseuphorie im Umfeld setzt. Der Etat der SG, die kurz vor dem Saisonstart noch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Kmpg) als Hauptsponsor gewinnen konnte, macht mit 110 000 ? immerhin ein Drittel des Branchenführers FFC Frankfurt aus.

Ebenfalls startet die neu gegründete 2. Bundesliga in ihre Premierensaison. Die beiden Staffeln Nord (12 Clubs) und Süd (11) bilden künftig den Unterbau der Eliteliga. Während die Erstligisten pro Spielzeit je 60 000 ? vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bekommen, werden die Zweitligaclubs vom DFB mit jeweils knapp 8000 ? aus dem TV-Topf gefördert.

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