10 000 Zuschauer in Bochum
Süßes Wiedersehen für Stevens mit Schalke

Beim Wiedersehen mit Huub Stevens blieb den Profis des FC Schalke 04 nur die Rolle des Gratulanten. 32 Tage nach seinem Dienstantritt gewann der niederländische Erfolgstrainer am Donnerstag mit Hertha BSC durch ein 4:1 (2:0) über seinen Ex-Verein den mit 1,27 Mill. Euro honorierten Ligapokal.

dpa BOCHUM. Vor etwa 10 000 Zuschauern im Bochumer Ruhrstadion, unter ihnen auch DFB-Teamchef Rudi Völler, legten die Brasilianer Marcelinho (32.) und Alex Alves (33.) mit einem Doppelschlag den Grundstein zur erfolgreichen Titelverteidigung. Nach dem Anschlusstreffer durch Victor Agali (61.) sorgten erneut Marcelinho mit einem zumindest umstrittenen Foulelfmeter (84.) sowie Roberto Pinto (89.) für die Entscheidung. Mit dem gleichen Ergebnis hatten sich beide Teams schon beim letztjährigen Ligapokal-Finale getrennt.

Herthas dritter Brasilianer, der frisch verpflichtete Stürmer Luizao, war mangels Spielberechtigung ebenso wie die angeschlagenen Stefan Beinlich und Marko Rehmer zum Zuschauen verurteilt. Noch mehr allerdings machte sich bei Schalke das Fehlen der verletzten Leistungsträger Marc Wilmots, Nico van Kerckhoven, Emile Mpenza und Kapitän Tomasz Waldoch bemerkbar. Neun Tage vor dem Punktspielstart gegen den VfL Wolfsburg blieb dem neuen Trainer Frank Neubarth nur die Erkenntnis, dass noch in allen Mannschaftsteilen erhebliche Abstimmungsprobleme herrschen.

Selbst Torhüter Frank Rost war davon nicht ausgenommen. Der für rund 6,25 Mill. Euro von Werder Bremen gekommene Keeper war in der 32. Minute mit einem gewagten Ausflug auch Ausgangspunkt für den Rückstand. Der überragende Marcelinho nutzte die Orientierungslosigkeit des Neu-Schalkers und markierte mit einem platzierten 20 Meter-Schuss die Führung. Nur 60 Sekunden später verlor Schalkes zweiter Millionen-Einkauf Christian Poulsen den Ball an Marcelinho, der bediente mustergültig seinen Landsmann Alves, der mit seinem bereits dritten Treffer im laufenenden Wettbewerb den Doppelschlag perfekt machte.

Erst nach diesem Rückstand agierten die Schalker entschlossener. Vor allem nach dem Seitenwechsel nahmen sie das Heft in die Hand, während die Berliner konditionell überraschend stark abbauten. In der 60. Minute bewahrte Torwart Gabor Kiraly seine Farben mit zwei tollen Reflexen gegen Agali und Ebbe Sand vor einem Gegentor, doch bereits eine Minute später war der Ungar machtlos. Nach einem Pass von Tomasz Hajto setzte sich der starke Agali gegen seinen Bewacher Josip Simunic durch und verkürzte auf 1:2.

Schalke drückte nun vehement auf den Ausgleich, während Hertha mit den Kräften am Ende war. Der einzig nennenswerte Konter aber führte zur Entscheidung: Nachdem Bart Goor bei Rost eingefädelt hatte, entschied Schiedsrichter Hartmut Strampe auf Strafstoß: Marcelinho verwandelte sicher, und der eingerwechselte Pinto legte sogar noch nach.

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