10-Millionen-Grenze fast erreicht
Zuschauer-Boom in der Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga krönt ihre Jubiläumssaison mit einem Zuschauer-Rekord und erreicht nach dem letzten Spieltag der 40. Spielzeit erstmals die Zehn-Millionen-Grenze.

HB/dpa DÜSSELDORF. Bereits eine Runde vor Saisonschluss passierten nach Angaben der Deutschen Fußball-Liga (DFL) im Jahr nach der Fußball-WM 9 760 209 Besucher die Stadiontore. Das sind im Schnitt 32 862 Besucher pro Spiel. Die bisherige Höchstmarke aus der Spielzeit 1997/98 lag bei 9 520 385 Zuschauern. Mit erwarteten 360 000 Besuchern am letzten Spieltag überschreitet die Liga erstmals die Zehn-Millionen-Grenze. Wie in den vergangenen fünf Jahren lockt Vorjahresmeister Borussia Dortmund mit Abstand die meisten Fans ins Stadion. Bereits vor dem letzten Saison-Heimspiel gegen Energie Cottbus kamen über eine Million Besucher (1 057 241) ins Westfalenstadion, im Schnitt 66 077. Damit konnten die Westfalen die Zuschauerzahl aus dem Vorjahr (1 057 758) noch ein Mal überbieten. Die Zuschauerkalkulation des BVB von 56 000 konnte somit um über 10 000 übertroffen werden. In der kommenden Saison bietet das erweiterte Stadion in der Bundesliga sogar 83 300 Besuchern Platz. 10 000 der 14 500 zusätzlichen Tickets sollen als Dauerkarte angeboten werden, 7000 Vorbestellungen dafür liegen schon auf der Geschäftsstelle des BVB vor. "Wir sind mit der bisherigen Resonanz sehr zufrieden", meinte Clubchef Gerd Niebaum. Knapp unter der Millionen-Grenze blieb Lokalrivale FC Schalke 04 (935 399), der am Samstag etwa 60 000 Besucher im Spiel gegen den Rekordmeister FC Bayern München erwartet. Mit einem Schnitt von 52 574 Besuchern beendet der neue Titelträger die Saison als drittbester Club hinter den beiden West-Rivalen und vor dem Hamburger SV, zu dessen Spielen im Schnitt bislang 43 987 Fans kamen. Die mit Abstand wenigsten Zuschauer (12 562) kamen zu den Spielen des Absteigers FC Energie Cottbus. Insgesamt konnten neben den drei Aufsteigern Arminia Bielefeld, VfL Bochum und Hannover 96 zwölf Erstligisten ihre Besucherzahlen steigern und somit den sinkenden TV-Einnahmen höhere Einnahmen durch den Stadionbesuch entgegenstellen. Lediglich der 1. FC Kaiserslautern (35 138) und Borussia Mönchengladbach (28 058) blieben neben Cottbus knapp unter den Zahlen des Vorjahres. Bei den Pfälzern ist dies durch eine zwischenzeitlich geringere Kapazität wegen der Baumaßnahmen während der Saison zu erklären, in Gladbach war die Zuschauer- Euphorie nicht ganz so hoch wie im Aufstiegsjahr zuvor. In der spannenden Schlussphase der Saison war der Zuschauerzuspruch am stärksten. Sowohl am 28. Spieltag (381 957) als auch am 32. (385 659/Schnitt 42 851) passierten jeweils über 380 000 Fans die Stadiontore. Insgesamt waren 72 der bislang 297 Spiele in dieser Spielzeit ausverkauft. Die Minuskulisse gab es am 15. Spieltag bei der Partie FC Energie Cottbus gegen TSV München 1860. Nur 10 645 Besucher wollten die Begegnung im Stadion der Freundschaft sehen. Damit liegt der schlechteste Saisonbesuch aber noch weit über der Minus-Bestmarke. In der Spielzeit 1965/66 kamen zu der Partie Tasmania 1900 gegen Borussia Mönchengladbach 827 Zuschauer.

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