100 000 Fälle
450 Ärzte in Zahnersatz-Skandal verwickelt

In den Abrechnungsskandal um billige Zahnprothesen aus China sind bundesweit 450 Zahnärzte verwickelt. Die Mediziner hätten nach derzeitigem Stand illegal insgesamt 5,5 Mill. ? kassiert, sagte der Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft, Alfons Grevener, am Sonntag der dpa.

HB/dpa WUPPERTAL. Die betroffenen Dentisten müssen sich laut Staatsanwaltschaft demnächst wegen Betrugs zu Lasten der Krankenkassen verantworten.

Derzeit würden von den Ermittlern 100 000 Rechnungen ausgewertet und den Ärzten zugeordnet. Die Mülheimer Firma Globudent hatte jahrelang Zahnersatz in China fertigen lassen und in Deutschland zum Höchstsatz abgerechnet. Einen Teil der "gewaltigen Gewinnspanne" hätten die Globudent-Manager verbotener Weise ihren Auftraggebern, den Ärzten, zukommen lassen. Die Schwarzgeld-Gewinne der Globudent - Manager schätzen die Ermittler auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Die Ermittlungen würden voraussichtlich noch das gesamte Jahr andauern. Für die Zuordnung der Rechnungen müsse eigens ein Computerprogramm entwickelt werden. Globudent-Manager hatten in der Untersuchungshaft Geständnisse abgelegt. Die Ermittler hatten bei ihnen eine Million Euro Bargeld, Immobilien, Luxusautos und Gelder auf diversen Konten im In- und Ausland beschlagnahmt. Den Managern wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen.

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