100 000 Menschen verlassen Dörfer
Wieder heftige Kämpfe in Kaschmir

Indische und pakistanische Truppen haben sich am Montag in der umstrittenen Region Kaschmir erneut schwere Gefechte geliefert. Dabei kam nach Angaben der indischen Armee ein Grenzsoldat ums Leben, fünf Dorfbewohner wurden verletzt.

dpa NEU DELHI/ISLAMABAD. Die schweren Gefechte in Kaschmir zwischen den Atommächten Indien und Pakistan gingen auch am Montag weiter. Indien beschuldigte Pakistan, die indische Seite nahe Poonch im Süden der Region zuerst mit Granaten beschossen zu haben. Wegen der anhaltenden Kämpfe wurden Dörfer an der Grenze im indischen Teil Kaschmirs geräumt. Mindestens 100 000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Das berichtete die indische Nachrichtenagentur UNI.

In Pakistan kamen nach dortigen Angaben seit Sonntag neun Menschen durch indische Angriffe ums Leben. In Indien soll ein Soldat getötet worden sein. Der indische Regierungschef Atal Behari Vajpayee hatte am Sonntag angedroht, er werde den internationalen Mahnungen zur Zurückhaltung nicht folgen. "Politische Führer in aller Welt sagten Indien, es solle Geduld haben, als sie den Anschlag vom 13. Dezember verurteilten. Aber Indien wird demselben Rat diesmal nicht folgen", sagte Vajpayee.

Nach dem Terroranschlag auf das Parlament im vergangenen Dezember hatte Indien zwar mit Krieg gedroht, Pakistan aber nicht angegriffen. Das Massaker an Familienangehörigen von Soldaten vor zwei Wochen hat die Kriegsgefahr jedoch wieder erhöht. Indien beschuldigt Pakistan, für die Anschläge mitverantwortlich zu sein.

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