100 000 wollen FC Basel sehen
„Duell der Giganten“ ohne Ronaldo

Das Duell der Giganten geht ohne den Star der WM über die Bühne: Mit dem AC Mailand und Real Madrid treffen zum Auftakt der Zwischenrunde in der Champions League erstmals seit 13 Jahren die beiden erfolgreichsten Clubs der Europacup-Geschichte wieder aufeinander. Doch ausgerechnet Ronaldo fehlt beim Schlagabtausch des Titelverteidigers und neunfachen Rekordgewinners beim fünfmaligen Sieger im Landesmeister-Wettbewerb.

HB/dpa HAMBURG. Wegen einer Grippe reiste der im Sommer von Inter Mailand nach Madrid "geflüchtete" Brasilianer erst gar nicht mit in seine frühere Wahlheimat. Zudem muss Trainer Vicente del Bosque auf Kapitän Fernando Hierro, den Franzosen Claude Makelele und den talentierten Verteidiger Raul Bravo verzichten. "Die Verletzungen sind problematisch. Aber unser Kader ist groß genug, deshalb bin ich optimistisch", sagte del Bosque. Wenigstens meldete sich Zinedine Zidane, der am Samstag im denkwürdigen Klassiker beim FC Barcelona (0:0) wegen eines Hexenschusses fehlte, wieder einsatzbereit.

Der AC Mailand, in der Gruppe C am nächsten Mittwoch Gegner von Borussia Dortmund, strotzt derweil nach dem 1:0-Sieg im Stadtderby gegen Inter und dem Sprung an die Tabellenspitze der Serie A vor Selbstvertrauen. "Diese Mannschaft kann alles gewinnen: die Meisterschaft, den italienischen Pokal und die Champions League", tönte Weltmeister Rivaldo, der maßgeblich dazu beitrug, dass Milan in dieser Saison noch kein offizielles Spiel torlos beendete. "Hoffentlich gerät diese wunderbare Tormaschine nicht ausgerechnet gegen Real ins Stocken", schrieb am Montag der in Mailand erscheinende "Corriere della Sera".

Für "Milan" spricht nicht nur die aktuelle Verfassung, sondern auch das Gesetz der Serie. Seit dem Viertelfinal-K.o. 1964 sind die Italiener nicht mehr gegen die "Königlichen" ausgeschieden. Beim letzten Kräftemessen vor fast genau 13 Jahren, als Milan mit einem 2:0 und 0:1 ins Viertelfinale des Landesmeister-Wettbewerbes einzog, schnürte noch Bernd Schuster die Schuhe für Real. Mit den Altstars Alessandro Costacurta und Paolo Maldini stehen noch immerhin zwei Recken von damals auch diesmal wieder in den Reihen des AC Mailand. "Wir sind froh, dass wir gerade jetzt den Titelverteidiger angreifen können", sagte der 34 Jahre alte Maldini.

Derweil kennt beim FC Basel die Euphorie nach dem erstmaligen Einzug in die Zwischenrunde keine Grenzen. "Wir hätten problemlos rund 100 000 Tickets absetzen können", sagte Manager Roger Hegi über den Andrang vor dem Duell in der Gruppe D gegen Manchester United. Nachdem in der Vorrunde bereits der FC Liverpool beim Schweizer Meister unterging, wollen die Baseler nun auch den zweiten englischen Renommierverein ins Straucheln bringen. Der englische Rekordmeister reiste am Montag stark ersatzgeschwächt in die Schweiz. Superstar David Beckham fällt verletzungsbedingt ebenso aus wie Nicky Butt, Rio Ferdinand, Roy Keane sowie Gary und Phil Neville.

Im zweiten Duell der Gruppe D kommt es zwischen Deportivo La Coruna und Juventus Turin zu einem weiteren spanisch-italienischen Kräftemessen. In der vergangenen Saison waren beide Teams ebenfalls in einer Zwischenrunden-Gruppe, als "Juve" mit einer 0:2-Pleite den Viertelfinal-Einzug verpasste. "Diesmal ist die Situation ganz anders. Wir sind stärker und viel weiter als in der vergangenen Saison", versprach Torwart Gianluigi Buffon. Die Generalprobe des Meisters ging allerdings beim 1:1 gegen den FC Bologna daneben, aber auch La Coruna musste sich beim abstiegsbedrohten FC Sevilla mit einem Remis begnügen.

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