100-Euro-Pläne
Hartz: Keine Beteiligung der Haushalte

Der Vorsitzende der Kommission zur Arbeitsmarktreform, Peter Hartz, hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach jeder Haushalt 100 Euro zur Finanzierung einer neuen Jugendausbildungsstiftung zahlen soll.

Reuters BERLIN. "Das ist auch eines dieser Missverständnisse", sagte Hartz am Freitag vor der letzten Sitzung der Kommission in Berlin. "Das ist auch wieder etwas, was verpetzt wurde, bevor es richtig ausgearbeitet ist." Die "Frankfurter Rundschau" (Freitagsausgabe) hatte von einem Vorschlag Hartz' berichtet, jeder Haushalt in Deutschland solle 100 Euro zahlen, um eine neue Ausbildungsstiftung für Jugendliche zu finanzieren. Hartz sagte dagegen, er habe ein Jugendförderprogramm vorgeschlagen, für dessen Finanzierung eine Ausfallbürgschaft gebraucht werde. Der Bevölkerung werde hierfür aber kein Geld abverlangt.

Die Hartz-Kommission tagt am Donnerstag und Freitag in abschließender Klausur über ihr Reformkonzept. Mehrere Kommissionsmitglieder zeigten sich vor der Sitzung am Freitagmorgen zuversichtlich, ein überzeugendes Konzept präsentieren zu können. Der Bericht soll am 16. August Kanzler Gerhard Schröder (SPD) übergeben werden. Schröder hatte die Kommission unter Leitung des Volkswagen-Personalvorstands einberufen, um Vorschläge zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit zu entwicklen.

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