100 Iraker bei Nadschaf getötet
Britische Truppen stehen vor Basra

Britische Truppen haben nach Angaben des Senders BBC in der Nacht zum Montag in der Nähe der südirakischen Stadt Basra ihre bislang größte Offensive im Irak-Krieg begonnen. Sie sei von dem südlichen Vorort Abu el Chasib ausgegangen. Die Einheiten, insgesamt rund 1 000 Mann, seien nur noch etwa eineinhalb bis zwei Kilometer von Basra entfernt, hieß es.

HB/dpa BAGDAD/LONDON. Die Stadt sei praktisch eingeschlossen, sagte eine BBC-Reporterin. Bei Gefechten um die Kontrolle über die zentralirakische Stadt Nadschaf wurden nach Angaben des BBC-Fernsehens etwa 100 irakische Kämpfer getötet.

Die Stadt sei von US-Truppen umstellt, hieß es. Über Opfer unter den amerikanischen Einheiten wurde nichts bekannt. Am Samstag hatte sich bei Nadschaf ein Iraker in die Luft gesprengt und vier US- Soldaten mit in den Tod gerissen.

Ein britischer Militärsprecher sagte, nördlich von Basra seien Hunderte von irakischen Soldaten gefangen genommen und 17 irakische T-55-Panzer zerstört worden. Die Angriffe würden fortgesetzt. Der Sprecher machte auch einen Wandel in der Haltung der Bevölkerung Basras aus. "Sie kommen auf uns zu, sprechen mit uns und fassen Vertrauen", sagte er. Außerdem gäben sie Hinweise auf irakische Stellungen in der Stadt.

Arabische Fernsehsender berichteten von Angriffen der Amerikaner auf ein Dorf nördlich von Nasirija, in dem irakische Offiziere und Funktionäre der Baath-Partei vermutet wurden. Die irakischen Medien sprachen von einem "barbarischen Angriff". Es seien nur Zivilisten verletzt worden.

Bodentruppen der Amerikaner und Briten lieferten sich knapp 100 Kilometer südlich vor Bagdad erbitterte Kämpfe mit irakischen Truppen. Der US-Sender CNN berichtete, irakische Einheiten hätten sich im Gebiet der Städte Hilla und Hindija verschanzt und leisteten heftige Gegenwehr mit Artillerie und Raketenwerfern.

Die irakische Hauptstadt Bagdad wurde in der Nacht zum Montag und auch tagsüber erneut von heftigen Explosionen erschüttert. Bei neuen Angriffen wurde auch das Stadtzentrum getroffen. dpa-Korrespondenten sahen den Einschlag von zwei Marschflugkörpern im Regierungsviertel. Nach den Detonationen stiegen graue Rauchpilze auf. Das genaue Ziel der Angriffe war zunächst nicht bekannt. Den ganzen Tag über gab es auch Luftangriffe auf das Umland, wo irakische Truppen einen Verteidigungsring um die Hauptstadt bilden.

Unterdessen berichtete die BBC von einer neuen Angriffswelle im Norden des Landers. B-52-Bomber hätten dort Stellungen bei Mosul und Kirkuk angegriffen.

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