100 Kilogramm Sprengstoff beschlagnahmt
Zehn mutmaßliche ETA-Mitglieder festgenommen

Die spanische Polizei hat am Montag zehn mutmaßliche Mitglieder der Untergrundorganisation ETA festgenommen und rund 100 Kilogramm Sprengstoff beschlagnahmt. Die ersten fünf Verdächtigen wurden bei morgendlichen Razzien in den Städten San Sebastian, Billabona und Ibarra gefasst, wie Innenminister Mariano Rajoy erklärte.

wiwo/ap MADRID. Am Nachmittag wurden in San Sebastian nach Angaben der paramilitärischen Guardia Civil fünf weitere Personen festgenommen. Laut Rajoy wurden auch eine fertige Bombe, Granatwerfer, sowie mehrere kleinere Waffen und Computer sicher gestellt. Die Festnahmen verdeutlichten die engen Beziehungen zwischen den politischen und sozialen Gruppen im Baskenland und der ETA. Einer der Festgenommenen sei ein Mitglied der aufgelösten radikalen Jugendgruppe Jarrai gewesen, während ein anderer für die Partei Batasuna kandidiert habe.

Die Regierung von Ministerpräsident Jose Maria Aznar arbeitet zurzeit an einem Gesetz, das ein Verbot der Batasuna ermöglichen soll. Rajoy erklärte, die Ermittler untersuchten eine Verwicklung der Verdächtigen in den Mord an einem sozialistischen Gemeinderat im Baskenland am vergangenen Donnerstag. Die Polizei machte die ETA für den Anschlag verantwortlich. Die Organisation, die für ein unabhängiges Baskenland kämpft, wird seit 1968 für mehr als 800 Morde verantwortlich gemacht.

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