100 Nebenkläger
La Belle: Plädoyer-Beginn nach vier Jahren Prozess

Fast vier Jahre nach Beginn des Prozesses um den blutigen Anschlag auf die Berliner Diskothek La-Belle 1986 haben am Donnerstagnachmittag vor dem Berliner Landgericht die Plädoyers begonnen.

ddp BERLIN. Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis deutete vor seinem zweistündigen Schlussvortrag an, dass er durch die Beweisaufnahme nicht nur die Vorwürfe gegen die fünf Angeklagten, sondern auch die Libysche Regierung als Drahtzieher des Terrorakts bestätigt sehe.

In dem Großverfahren mit über 100 Nebenklägern müssen sich seit November 1997 der Libyer Musbah Eter, der staatenlose Palästinenser Yasser Chraidi, der deutsche Staatsbürger mit libanesischer Herkunft Ali Chanaa, seine frühere Ehefrau Verena Chanaa und deren Schwester Andrea Häusler vor Gericht verantworten. Den 36- bis 44-jährigen Angeklagten droht eine Verurteilung wegen dreifachen Mordes, mehrfachen Mordversuches und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie Beihilfe dazu. Mit einem Urteil ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch in diesem Jahr zu rechnen.

Bei dem Anschlag am 5. April 1986 in der überwiegend von amerikanischen GIs besuchten Diskothek waren drei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 zum Teil schwer verletzt worden. Drei Kilogramm Plastiksprengstoff waren explodiert und hatten ein Loch in den Fußboden gesprengt.

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