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100 Tote bei Unwettern in Fernost

Schwere Unwetter haben im Südwesten Chinas mindestens 100 Menschenleben gefordert. Mehr als 80 Menschen galten am Montag noch als vermisst, wie die Katastrophenämter berichteten. Bei Evakuierungen wurden fast eine halbe Million Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht.

dpa PEKING/TOKIO. Schwere Unwetter haben im Südwesten Chinas mindestens 100 Menschenleben gefordert. Mehr als 80 Menschen galten am Montag noch als vermisst, wie die Katastrophenämter berichteten. Bei Evakuierungen wurden fast eine halbe Million Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht.

Seit Donnerstag anhaltende heftige Regenfälle hatten vor allem in der Provinz Sichuan und der Metropole Chongqing starke Überschwemmungen, Springfluten und Erdrutsche ausgelöst. Schwer betroffen war der Kreis Kai bei Chongqing, der die schlimmsten Überschwemmungen seit 200 Jahren erlebte. Die Strom-, Gas- und Wasserversorgung war am Montag unterbrochen.

In Chongqing, wo 83 000 Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden mussten, kamen 33 Menschen ums Leben. In Sichuan wurden 383 000 Menschen an sichere Orte gebracht. Die Evakuierungen dauerten am Montag weiter an. In der Provinz kamen 67 Menschen ums Leben. Allein in der Stadt Dazhou in Sichuan wurden 41 Tote und 30 Vermisste gezählt.

Unterdessen wütete in Südjapan weiter Taifun "Songda", mindestens 26 Menschen wurden verletzt. Bei zwei schweren Erdbeben im Westen des Landes erlitten Sonntagnacht mindestens 46 Menschen meist leichte Verletzungen, wie die Einsatzkräfte am Montag mitteilten.

In rund 50 000 Haushalten fiel wegen des Wirbelsturms der Strom aus. Die Behörden warnten vor schweren Regenfällen und Erdrutschen. Rund 220 Menschen in den Provinzen Okinawa und Kagoshima verließen ihre Häuser. Die meisten Schulen in Okinawa blieben geschlossen. Der 18. Taifun der Saison überzog die Region mit schwerem Regen und Orkanböen und behinderte den öffentlichen Verkehr. "Songda", benannt nach einem Fluss in Vietnam, bewegte sich mit Winden von 144 Kilometern in der Stunde nahe seinem Zentrum langsam in nordwestliche Richtung auf die südliche Hauptinsel Kyushu zu.

Die Beben der Stärke 6,9 und 7,4 auf der Richterskala richteten vereinzelt Schäden an. Mehr als 9000 Bewohner der Pazifikküste verließen aus Furcht vor Flutwellen vorübergehend ihre Häuser. In Kushimoto in der Provinz Wakayama stieg der Meeresspiegel um 86 Zentimeter.

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