1000 Internetnutzer wurden befragt
Napster-Boom offenbar zu Ende

Immer mehr Internet-Nutzer wechseln offenbar von der derzeit geschlossenen Musiktauschbörse Napster zu alternativen Anbietern, zumal die Nutzer nicht an einer kostenpflichtigen Nutzung interessiert sind. Davon profitieren Anbieter wie Gnutella, Morpheus und WinMX. Das hat das Hamburger Marktforschungsunternehmen Mediatransfer in einer Umfrage ermittelt.

ddp HAMBURG. Mit einem Bekanntheitsgrad von 94 Prozent lag Napster zwar bei den Tauschbörsen weiterhin deutlich vorne, wie das Hamburger Marktforschungsunternehmen MediaTransfer am Dienstag mitteilte. Lediglich 21 Prozent der bisherigen Napster-Nutzer griffen im vergangenen Monat jedoch auf diesen Dienst zurück. Ein ähnliches Bild liefert Napster-Kokurrent Gnutella, über den nur noch 32 Prozent seiner bisherigen Nutzer Musik tauschen. Diese Nutzungsquote lag bei den Diensten Morpheus und WinMX mit 81 und 67 Prozent deutlich höher. Mehr als die Hälfte der insgesamt 1.000 befragten Internet-Nutzer gab darüber hinaus an, bereits mp3-Files im World Wide Web getauscht zu haben. Drei Viertel der befragten Online-User sind den Angaben zufolge nicht an einer kostenpflichtigen Napster-Nutzung interessiert. Lediglich 26 Prozent der Befragten würden eine kleinere Nutzungsgebühr zahlen, teilte das Marktforschungsinstitut weiter mit. Überhaupt fühlen sich die meisten Nutzer der Studie zufolge nicht an einzelne Anbieter gebunden. 75 Prozent der Befragten gaben an, sich sofort einen anderen Dienst zu suchen, wenn sie für die aus dem Internet heruntergeladenen Songs zahlen müssten.

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